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Die Europa-Saga (4/6)

Teil 4: Was wir erschaffen – was wir uns leisten

Sir Christopher Clark im Spiegelsaal von Schloss Versailles

Doku | Terra X - Die Europa-Saga (4/6)

In der vierten Folge der "Europa-Saga" geht es um herausragende Namen, bedeutende Werke und ihre Wirkung, um Europäisches, das zum Weltmaßstab wurde.

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Neben der Unterwerfung der Welt steht Europas bleibender Beitrag zur Weltkultur. "Good old Europe" verdankt die Menschheit unzählige Meisterwerke der Architektur, der bildenden Künste, der Musik, der Philosophie und der Literatur. Ob das Kolosseum oder der Eiffelturm, die Mona Lisa oder Monets "Seerosen", Vivaldis "Vier Jahreszeiten" oder die Songs der Beatles, Platons "Politeia" oder Goethes "Faust". Romanik, Gotik, Barock, Jugendstil, Klassizismus und Bauhaus sind Begriffe aus dem Vokabular europäischer Architekturgeschichte. Euripides' "Medea", Shakespeares "Hamlet", Bizets "Carmen", Wagners "Ring des Nibelungen" gastieren auf den Weltbühnen.

Bahnbrechende Entdeckungen

Aber nicht nur auf künstlerischem Gebiet setzten Europäer Maßstäbe. Sie sind es auch, die immer mehr Anstrengungen unternahmen, der Natur ihre Geheimnisse zu entreißen und den Siegeszug von Wissenschaft und Technik zu entfesseln. Bahnbrechende Entdeckungen und technische Erfindungen sind darunter, ob die Dampfmaschine, die Batterie, das Automobil oder das Flugzeug, das Penicillin oder die Kernspaltung.

Auch bei der Entwicklung der Kommunikationstechnik, bei Radio, Fernsehen und Computer standen Köpfe aus Europa Pate. Physiker, Chemiker und andere Naturwissenschaftler waren stets führend in der Riege der Nobel­preisträger. Von den "alten Griechen" führt ein direkter Weg über Galileo, Newton und Einstein bis zum CERN, wo heutige Physiker noch immer den Grundbausteinen der Welt auf der Spur sind. Fast immer, wenn man von klassischen Epochen spricht, von Errungenschaften mit zeitloser universeller Geltung und Ausstrahlung, führen die Wege nach Europa.

Europäisches als Weltmaßstab

In der vierten Folge der "Europa-Saga" geht es um herausragende Namen, bedeutende Werke und ihre Wirkung, um Europäisches, das zum Weltmaßstab wurde. Es geht aber auch um Hochmut und Anmaßung, und darum, dass Europa vor allem seine technische Überlegenheit gegenüber anderen ausspielte, oft ohne Rücksicht und Toleranz. Auch die Kritik am Fortschritt ist fast so alt wie viele Errungenschaften selbst. Kaum ein Kontinent hat die Erde so nachhaltig geprägt wie Europa – im Guten wie im Schlechten. Und so steht seine Geschichte auch für rücksichtslose Plünderung von Ressourcen und Ausbeutung der Welt.

Sendungsinformationen - Die Europa-Saga (Teil 4)

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