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Faszination Erde: Alaska – im ewigen Frühling

Dirk Steffens erkundet Alaska. Das Land ist geprägt von extremen Wintern und kurzen Sommern, und das Leben hat sich diesem Rhythmus angepasst. Doch keine Region heizt sich so stark auf wie der hohe Norden: Der Frühling in Alaska beginnt immer früher.

Videolänge:
43 min
Datum:
09.10.2022
:
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 24.09.2027

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Neun Monate dauert der Winter im nördlichsten Staat der USA. Frühling und Sommer sind kurz und müssen von allen hier heimischen Tieren gut genutzt werden: Bären fressen sich über den Sommer Speck an, Wale ziehen in den Sommermonaten in den kalten Norden, um sich am üppigen Nahrungsangebot im Meer zu bedienen, und Lachse nutzen die Zeit zur Paarung und zum Laichen. Während des langen Winters dagegen läuft das Leben auf Sparflamme. Der Arktische Ziesel, ein Erdhörnchen, hält den längsten Winterschlaf im Tierreich – sieben bis acht Monate. Seine Körpertemperatur sinkt dabei von 37 Grad auf minus drei Grad Celsius, ohne dass sein Blut gefriert. Tiere wie der Ziesel haben faszinierende Anpassungen entwickelt. Doch die Jahresrhythmen beginnen sich zu verändern: Kaum eine Region ist so stark vom Klimawandel betroffen wie Alaska.

Bären, Lachse und eine Überraschung

Etwa 100.000 Bären leben in Alaska, die größten Exemplare können 600 Kilogramm wiegen. Alaskas Braunbären sind berühmt für ihre Fähigkeit, Lachs zu fangen. Doch die Lachse kommen nur während kurzer Perioden im Sommer. Dirk Steffens entdeckt jedoch eine Gruppe von Küstenbraunbären, die ein ganz anderes Verhalten zeigen: Sie weiden wie Kühe auf einer grünen Wiese. Durch das Weiden wird die während der Wintermonate lahmgelegte Verdauung wieder in Gang gesetzt. Erst wenn die Lachse beginnen, auf dem Weg zu ihren Laichorten die Flüsse hochzuschwimmen, wechselt der Speiseplan der Bären, und Lachs steht wieder ganz oben auf der Liste.  

Braunbärin mit zwei Jungen auf einer Graswiese in Alaska
Der Klimawandel verändert die Jahresrhythmen in Alaska. Braunbären müssen deshalb ihr Fressverhalten anpassen.
Quelle: ZDF/Oliver Roetz

Der sogenannte Lachslauf – englisch salmon run – dauert drei bis vier Wochen. Nicht nur die Bären nutzen diese Zeit des Überflusses. Wie in früheren Zeiten, als es in dem entlegenen Gebiet noch keine Einkaufsmöglichkeiten gab, füllen dann auch die Einwohner Alaskas ihre Vorräte für den Winter auf. Der allsommerliche private Fischfang ist in Alaska ein wahres Spektakel. Hunderte Menschen stehen Schulter an Schulter mit Anglerhosen im Meer und ziehen mit mannshohen Keschern Lachse aus dem Wasser. Dirk Steffens begibt sich mitten hinein in dieses Event und lernt, dass in Alaska nicht jeder seinen Kescher ins Wasser halten darf.

Reiche Jagdgründe vor den Küsten

Wie artenreich der Golf von Alaska ist, bekam das Filmteam hautnah zu spüren. Während der Dreharbeiten begann eine Gruppe von etwa sieben Buckelwalen mit der Jagd auf Fisch. Die bis zu 30 Tonnen schweren Tiere ließen sich dabei von Dirk Steffens im Kajak nicht stören. So konnte er ihre besondere Jagdtechnik aus nächster Nähe beobachten: Buckelwale treiben Fisch mit gezielt eingesetzten Blasen ihrer Atemluft zusammen und schließen den Fischschwarm in einem Netz aus Luftblasen ein, um ihn schließlich gemeinsam zu fressen.

Buckelwale tauchen im Golf von Alaska aus dem Wasser, darüber kreist ein Schwarm von Möwen.
Der Golf von Alaska ist eines der nahrungsreichsten Gewässer der Welt – und Jagdgebiet der größten Meeresräuber.
Quelle: ZDF/Oliver Roetz

Doch im Winter 2015 wurden die reichen Jagdgründe vor den Küsten Alaskas für viele Tiere zur Todesfalle. Dutzende Wale und Hunderttausende Seevögel überlebten nicht und ein regelrechter Forschungskrimi begann: Wer oder was hatte die Tiere auf dem Gewissen? Dirk Steffens begleitet Forschende bei ihren regelmäßigen Untersuchungen des Ozeans und erfährt, dass damals eine marine Hitzewelle herrschte, die Wassertemperaturen lagen zwei Grad über dem Durchschnitt. Doch wie kann eine so kleine Temperaturänderung solch dramatische Folgen haben? Und was bedeutet das für die Zukunft der marinen Ökosysteme?

Klimawandel im Zeitraffer

In den arktischen Regionen und damit auch in Alaska hält der Klimawandel deutlich schneller Einzug als im Rest der Welt. Die Veränderungen könnten in Zukunft sogar Katastrophen auslösen. Höhere Temperaturen und mehr Niederschlag weichen den Boden auf. In Alaska kommt es deshalb immer häufiger zu gewaltigen Gerölllawinen, die ganze Straßen unter sich begraben – eine Gefahr für Leib und Leben. Die Behörden sind alarmiert und beauftragen internationale Forscherteams, die Hangrutsche zu untersuchen.

Dirk Steffens und der Geologe Bretwood Higman auf einer Bergspitze in Alaska
Dirk Steffens assistiert dem Geologen Bretwood Higman alias "Hig" bei der Vermessung der Bergbewegung per GPS-Sensor.
Quelle: ZDF/Oliver Roetz

Die zunehmende Gletscherschmelze treibt die beunruhigende Entwicklung zusätzlich voran. Durch das Schrumpfen der Gletscher werden immer mehr seitliche Berghänge freigelegt. Wenn die instabilen Flanken in Fjorde oder Gletscherseen stürzen, kann dies Mega-Tsunamis auslösen. Dirk Steffens begleitet ein internationales Team auf den gefährdeten Portage-Gletscher. An seinen Hängen werden GPS-Geräte installiert, die, mit Autobatterien über den Winter angetrieben, über drei Jahre hinweg Signale der Bewegung senden sollen. Lässt sich die Katastrophe noch verhindern?

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