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Geheimnisse auf dem Meeresgrund

Dokumentation mit Unterwasserarchäologe Florian Huber

Etwa drei Millionen Wracks liegen weltweit auf dem Grund der Gewässer. Plünderer und der biologische Verfall sind eine ernste Bedrohung für sie. Florian Huber hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Wracks zu schützen und ihre Geschichten zu rekonstruieren.

Beitragslänge:
43 min
Datum:
Sprachoptionen:
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 11.08.2029

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Der Forschungstaucher und Unterwasserarchäologe Florian Huber taucht hinab zu Relikten aus dem Ersten Weltkrieg, zu uralten Fossilien und antiken Frachtenseglern. Die "Terra X"-Dokumentation begleitet ihn auf seiner Reise um den Globus und liefert mit außergewöhnlichen Unterwasseraufnahmen spannende Einblicke in die Unterwasserarchäologie.

Wrack eines Torpedoboots vor Helgoland
Das Torpedoboot V 187 ist eines der vier deutschen Kriegsschiffe, die im ersten Weltkrieg vor Helgoland im Gefecht gegen die britische Marine sanken. Dieser Teil der Kesselanlage des Wracks ist von sessilen Tieren (Blumentiere, Anthozoen, Seenelken) überwuchert.
Quelle: ZDF/Florian Huber

Tickende Zeitbomben

Vor Helgoland liegen vier deutsche Kriegsschiffe auf Grund, die noch weitgehend unerforscht sind. Sie sanken dort in einem Seegefecht im August 1914. In den vergangenen Jahren haben Raubtaucher das Wrack der "SMS Mainz" immer wieder geplündert. Jetzt ist den deutschen Behörden ein Schlag gegen die Raubtaucher gelungen: Die Bundespolizei hat die gestohlenen Artefakte bei den niederländischen Plünderern entdeckt und beschlagnahmen lassen. Die Objekte vom Meeresgrund werden in Dresden restauriert.

Am anderen Ende der Welt analysiert Hubers Team ebenfalls Kriegsschiffe, allerdings stammen diese aus dem Zweiten Weltkrieg und stellen ein massives Umweltproblem dar. In der paradiesischen Südsee-Inselwelt von Chuuk-Lagoon befindet sich der größte Schiffsfriedhof der Welt. Die Wracks mitten im Pazifik sind tickende Zeitbomben, schließlich lagern immer noch Treibstoff und Munition in ihren Bäuchen. Durch die fortschreitende Korrosion tritt jedes Jahr immer mehr Gift aus und bedroht das einzigartige Ökosystem der Inseln.

Kriegswracks im Pazifik

Geschichte einer tragischen Liebe

Vor Mauritius erforscht Florian Huber ein Wrack, das in die Geschichte einging: die "Saint Géran". Das Schiff der französischen Ostindienkompanie zerschellte am 17. August 1744 vor Mauritius an einem Riff und sank. Die "Saint Géran" wurde im Roman "Paul et Virginie" von Bernardin de Saint-Pierre verewigt. Er erzählt die Geschichte einer tragischen Liebe. Das Wrack ist jedoch in Vergessenheit geraten. Florian Huber macht sich auf Spurensuche – nach dem Wahrheitsgehalt der Geschichte und nach den Überresten des Schiffes. Zunächst per Ultraleicht-Wasserflugzeug aus der Luft und dann mit seiner Crew aus Forschungstauchern.

In kaum einer anderen Region der Erde liegen mehr Schiffswracks auf dem Meeresgrund als in der Ostsee. Das liegt nicht nur an den zahlreichen Seeschlachten, die in diesem Meer stattfanden, sondern vor allem am geringen Salzgehalt der Ostsee. Dieser Umstand führt dazu, dass der Schiffsbohrwurm, der Wracks in anderen Regionen zusetzt, dort kaum vorkommt. Die alten Holz-Wracks in der Ostsee befinden sich noch immer in einem hervorragenden Zustand. Florian Huber analysiert den Erhaltungszustand von einem ganz besonderen Wrack weit im Norden der Ostsee. Zwischen Finnland und Schweden liegt die "Plus" auf Grund. Das Schiff gehörte zu den so genannten "Flying-P-Linern" der Hamburger Reederei Laeisz. Bei nur drei Grad Wassertemperatur taucht er mit seinen Kollegen in eine Tiefe von 32 Metern hinab und nimmt das Wrack unter die Lupe.

Tauchen in den "Blue Holes"

Florian Huber führt die Zuschauer auch auf die Bahamas. Auf den Inseln befinden sich die so genannten "Blue Holes", tiefe Kalksteinhöhlen voller Wasser. Als bei den verschiedenen Eiszeiten auf dem Planeten der Wasserspiegel sank, lagen die Höhlen zwischenzeitlich trocken. Noch heute finden die Taucher Überreste aus jener Zeit. Bei einem Tauchgang stößt Florian Huber zum Beispiel auf einen urzeitlichen Krokodilschädel.

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