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Humboldt und die Neuentdeckung der Natur

Alexander von Humboldt war einer der bedeutendsten deutschen Entdecker. Erst vor kurzem rückte auch sein frühes Verständnis von ökologischen Zusammenhängen in den Fokus der Forschung.

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43 min
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UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 05.05.2029

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Zu seinen Lebzeiten war Alexander von Humboldt neben Napoleon der berühmteste Mensch der Welt. Hunderte von Pflanzenarten tragen seinen Namen, in vielen Ländern wurden zahllose Straßen, Plätze und Institutionen nach ihm benannt. Wie kein anderer Wissenschaftler hat Alexander von Humboldt das moderne Verständnis von der Natur als komplexes zusammenhängendes System geprägt. Doch was trieb Humboldt an, sein Leben immer wieder bei tollkühnen Abenteuern und lebensgefährlichen Experimenten aufs Spiel zu setzen, um die Natur neu zu entdecken?

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Alexander von Humboldt war im 19. Jahrhundert einer der bekanntesten Menschen der Welt. Er machte die Naturwissenschaften populär und wollte sein Wissen an möglichst viele Menschen weitergeben. War Humboldt eine Art Vorläufer von Wikipedia?

Videolänge:
7 min

Revolutionäres Konzept

Seine Messungen und Beobachtungen konnte Humboldt in zunehmendem Maße nicht mehr mit der gängigen Vorstellung in Übereinstimmung bringen, die Welt sei von Gott allein zu dem Zweck geschaffen worden, dem Menschen nützlich zu sein. Im 18. Jahrhundert prägten vor allem religiöse Vorstellungen das Weltbild der Menschen in Europa. Naturwissenschaftler versuchten, dieses Bild eher zu modifizieren, als zu ersetzen. Die fortschreitende Mechanik inspirierte eine Vision von Pflanzen und Tieren als komplizierte „Maschinen“, die dem Menschen dienen sollten. Nach Ansicht des französischen Philosophen Descartes war die gesamte Natur nicht weiter als ein mechanisches System und Gott eine Art „himmlischer Uhrmacher“.

Landung in Cumaná: Humboldt (Timmi Trinks) und Bonpland (Kornel Doman) mit Seeleuten im Beiboot. Ein paar Männer haben noch Ruder in der Hand, die anderen sind schon bereit zum Aussteigen.

Humboldt dagegen war überzeugt, dass in der Natur "alles mit allem" zusammenhängt und auch der Mensch keine Sonderstellung in diesem „Netz des Lebens“ einnimmt. Dieses Konzept war damals revolutionär, galt doch der Mensch als Krone der Schöpfung“. Ihn stattdessen als Teil der Natur zu begreifen, wurde vielfach kritisiert, prägte aber schließlich unser modernes Naturverständnis. 

Vom Menschen verusachter Klimawandel schon ein Thema

Dass der Mensch allerdings, trotz seiner Abhängigkeit von der Natur durchaus in der Lage war, sie zu zerstören, beobachtete Humboldt erstmals am Valencia-See in Venezuela. Hier hatten Plantagenbesitzer 200 Jahre zuvor die Wälder am Ufer des Sees abgeholzt. Außerdem nutzten sie große Mengen von Seewasser für ihre Felder. Ohne die Bäume ging der örtliche Niederschlag zurück und der Wasserspiegel sank dramatisch ab. Nach dieser Erfahrung sprach Humboldt als erster über die grundlegende Bedeutung des Waldes für ein Ökosystem und für das Klima. Er erkannte nicht nur, dass Bäume die Fähigkeit haben, Wasser zu speichern, sondern auch, dass sie die Atmosphäre mit Feuchtigkeit anreichern und allgemein gegen Bodenerosion schützen konnten. So sprach Humboldt am Valencia-See das erste Mal von dem von Menschen verursachten Klimawandel.

Anlässlich seines 250. Geburtstags unternimmt die Dokumentation mit Historikerin Andrea Wulf eine atemberaubende Reise um die halbe Welt und entführt den Zuschauer zu den Stromschnellen des Orinoco und auf die höchsten Anden-Gipfel, die Humboldts neues Naturverständnis prägten. In Spielszenen mit dem renommierten deutschen Schauspieler Timmi Trinks in der Rolle des jungen Humboldt kann der Zuschauer unter anderem die legendäre Fahrt auf dem Orinoco oder den Aufstieg in die eisigen Höhen des Chimborazo miterleben.

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