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Kolumbus und die wahren Entdecker Amerikas

Die Wikinger entdeckten die Neue Welt lange vor Kolumbus. Aber auch ein walisischer Prinz und ein afrikanischer König könnten Amerika noch vor dem berühmten Entdecker erreicht haben. Was ist dran an den Spekulationen?

43 min
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02.06.2019
02.06.2019
UT
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Video verfügbar bis 29.05.2029

"Terra X" folgt den Spuren von drei außergewöhnlichen Expeditionen, die vor allem eines verbindet: Kolumbus könnte von den Amerikafahrten seiner Vorgänger gewusst und von ihrem Wissen profitiert haben.

Computergrafik: Wikingerschiff auf bewegter See.
Die Fahrt von Grönland nach Neufundland war selbst für die sturmerprobten Wikinger eine Herausforderung. Vor allem Eisberge stellten eine permanente Bedrohung dar.
Quelle: ZDF/Faber Courtial

500 Jahre vor Kolumbus: Leif Eriksson

Bevor Christoph Kolumbus 1492 zu seiner historischen Reise in die Neue Welt aufbrach, hatte der geniale Navigator bereits einen Großteil der damals bekannten Seewege befahren. Im Februar 1477 reiste er in den hohen Norden nach Thule, das die Forschung heute als Island identifiziert. Hier dürfte er die Sagas der Wikinger kennengelernt und von den Heldentaten Leif Erikssons erfahren haben. 500 Jahre vor Kolumbus hatte Leif bereits amerikanischen Boden betreten und eine Kolonie gegründet, die 50 Jahre Bestand hatte.

Doku | Terra X -
War ein walisischer Prinz vor Kolumbus in Amerika?
 

Mehr als 300 Jahre vor Kolumbus soll ein walisischer Prinz Amerika entdeckt haben. Was ist dran an der erst im 16. Jahrhundert überlieferten Legende - und welches Wissen über Amerika konnte Kolumbus von Prinz Madoc haben?

Videolänge
13 min

In Bristol war Kolumbus ein Jahr zuvor gewesen. Hier wird er unvermeidlich von einem walisischen Prinzen namens Madoc erfahren haben, der 1170, also 300 Jahre vor Kolumbus, den Atlantik überquert und im Gebiet des Ohio River eine Burg errichtet haben soll.

Computergrafik: Die Flotte von Abubakari II. verlässt den Hafen in Mali

Knapp 200 Jahre vor Kolumbus: Abukabari II.

Kolumbus' letzte Reise, bevor er seine Pläne für den Westkurs nach Indien vorlegte, führte ihn entlang der westafrikanischen Küste bis zur Goldküste, dem heutigen Ghana. Dort hörte er höchstwahrscheinlich von der Expedition des Königs Abubakari II., der arabischen Chroniken zufolge 1310, also knapp 200 Jahre vor Kolumbus, mit 2000 Schiffen nach Amerika gesegelt sein soll.

Dass Kolumbus möglicherweise die Entdeckerberichte anderer benutzte, wirft ein neues Licht auf die Entdeckungsgeschichte Amerikas, aber auch auf den Seefahrer selbst. Er fuhr keineswegs naiv ins Ungewisse. Im Unterschied zu seinen Vorgängern läutete er jedoch mit seiner Reise und den folgenden Erkundungen, Eroberungen und Ausbeutungen einen Wendepunkt der Menschheitsgeschichte ein.

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