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Rom am Rhein: Teil 3

Zentrum des Imperiums - Der dritte Teil des Dreiteilers

Im 4. Jh. n. Chr. wird die römisch-germanische Provinz zum Zentrum des weströmischen Imperiums. Von der Hauptstadt Trier aus wird die Christianisierung vorangetrieben.

Videolänge:
43 min
Datum:
03.04.2016
:
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 03.04.2026

Fast 500 Jahre herrschten die Römer am Rhein. Viele unserer Städte wurden von römischen Kaisern gegründet, nach dem Vorbild Roms. In Städten wie Köln entstand gar eine eigene, römisch-germanische Welt. Mit den römischen Soldaten hielten zum Beispiel Annehmlichkeiten wie Fußbodenheizung, fließendes Wasser, aber auch Wein und frisches Gemüse Einzug. In der dreiteiligen Dokumentation begibt sich Autor Christian Feyerabend mit dem Archäologen Matthias Wemhoff auf Spurensuche.

Im 4. Jahrhundert nach Christus wird die römisch-germanische Provinz zum Zentrum des weströmischen Imperiums. Von der Hauptstadt Trier aus wird die Christianisierung des Abendlandes vorangetrieben.


Keim des Christentums

Die "Römer am Rhein" haben nicht nur unzählige Bauwerke hinterlassen, man findet ihre Spuren auch in der Küche. Sie bauten an Mosel, Rhein und Nahe Wein an, der sogar bis nach Rom exportiert wurde, und sorgten für frisches Gemüse in Form von Rucola und Giersch. Das schönste literarische Denkmal setzte der Provinz der römische Präfekt und Geschichtsschreiber Ausonius im 4. Jahrhundert nach Christus mit seinem Gedicht "Mosella", einer Reisebeschreibung in Versform. In dieser Zeit wird Germanien auch zur Keimzelle des katholischen Christentums. Eine wichtige Rolle kommt dabei wahrscheinlich dem Kölner Bischof Maternus zu, der als Vertrauter Kaiser Konstantins gilt.



Während die römischen Kaiser in früheren Zeiten die Christen verfolgten, gewähren sie spätestens ab 313 nach Christus mit dem so genannten Toleranzedikt von Mailand jedermann die freie Religionsausübung.



 Im Jahre 380 folgt die Ausrufung des Christentums zur Staatsreligion. Von diesem Zeitpunkt an beginnt die Verfolgung Andersgläubiger durch Christen, in deren Verlauf fast alle gallo-römischen Heiligtümer in der Provinz zerstört oder mit christlichen Kirchen überbaut werden. Die damals eingerichteten römischen Bistümer bestehen bis heute. Roms Herrschaft am Rhein endet im 5. Jahrhundert nach Christus, doch sie prägt die "Provinz" bis heute.

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