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Die geheimen Bunker der DDR und der Schweiz

Es war ein brisantes Geheimnis: Honecker und Co. haben sich für den Ernstfall umfangreiche unterirdische Bunker bauen lassen. Der Film zeigt Anlagen, die erhalten geblieben sind.

Videolänge:
44 min
Altersbeschränkung:
FSK 6
Datum:
21.09.2020

Bis zum Mauerfall war es ein brisantes Geheimnis: Honecker und Co. hatten sich während des Kalten Krieges umfangreiche unterirdische Atom-Bunker bauen lassen. In der Schweiz wurden mehr als 26.000 militärische Anlagen vor 1945 errichtet. Damals waren die so genannten "falschen Chalets" die Antwort auf die Bedrohung durch Nazideutschland. Die Dokumentation zeigt einige dieser Anlagen, die erhalten geblieben sind.

Als 1989 die Mauer fiel, kamen auch die bestgehüteten Geheimnisse der DDR ans Licht. So wurde den staunenden DDR-Bürgern eröffnet, dass sich Honecker, Mielke und andere für den Ernstfall umfangreiche unterirdische Bunker hatten bauen lassen. Tief unter der Erde, geschützt von meterdickem Stahlbeton, wollten sie den Atomkrieg überleben. Milliardensummen waren vorgesehen, um das Politbüro und die Spitzen der NVA bombensicher unterzubringen. Filmautor Michael Kloft hat einige dieser Anlagen besucht, die im Originalzustand erhalten geblieben sind oder später von der Bundeswehr genutzt wurden. Er fand überdies verlassene Raketenstellungen der NVA und vergessene Spitzelbunker der Stasi. Schließlich bekam er mit seinem Kamerateam sogar Zutritt zu den versiegelten Bunkeranlagen von Erich Honecker und Erich Mielke, die gleich nach dem Ende der DDR versiegelt worden waren.

Falsche Chalets in der Schweiz

In der Schweiz wurden mehr als 26.000 militärische Anlagen vor 1945 errichtet. Damals waren die sogenannten „falschen Chalets“ die Antwort auf die Bedrohung durch Nazideutschland. Viele davon waren nach Ende des Zweiten Weltkrieges noch aktiv, bis auch der Kalte Krieg zu Ende ging. Sie sehen aus wie Heuschober, Wochenendhäuser oder Bauernkaten. Erst bei näherem Hinsehen entpuppen sich Fenster, Gardinen, Blumenkästen und Balkone als „Fälschungen“, mit Pinsel und Farbe penibel aufgetragen auf Wände aus Beton. Und hinter den Fensterläden verbergen sich nicht selten Geschütze oder Eingänge zu ausgedehnten unterirdischen Bunkeranlagen.

Doch nicht nur entlang der Grenze ließ die Armeeführung getarnte Militäranlagen errichten. Mitten in die unzugänglichen Hochalpen hinein sprengte man ein Bollwerk für den letzten Abwehrkampf, das „Reduit National“: Eine regelrechte Festung mit kilometerlangen unterirdischen Gängen, verteilt auf mehrere Stockwerke, bestückt mit zahlreichen, großkalibrigen Geschützen. Ihre Geheimhaltung war oberstes Gebot, Verrat wurde bis Kriegsende noch mit dem Tode bestraft.

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