Da geht was, Deutschland! - Wer arbeitet für eine saubere Zukunft?
- Umwelt
- Dokumentation
- informativ
- 04.09.2024
- ZDF
Unseren CO2-Fußabdruck im Netz reduzieren, den Umgang mit Natur und Lebensmitteln neu denken und Mikroplastik aus dem Wasser holen – in Deutschland tut sich was.
Die Überzeugung, etwas ändern zu können, hat auch Katrin Schuhen. Die Chemikerin setzt sich für Wasser ohne Mikroplastik ein, denn das ist eine Gefahr für uns und unsere Umwelt. Die kleinen, fast unsichtbaren Plastikteilchen sind überall zu finden – im Meer, in Flüssen und Seen oder in Tieren und menschlichen Organen. Mit ihrem preisgekrönten Non-Profit-Unternehmen "Wasser 3.0 gGmbH" geht die 44-Jährige neue Wege in der Wasserreinigung. Sie hat eine Art Kleber entwickelt, der die kleinen Plastikteilchen in popcornartige Klumpen verwandelt, die dann abgeschöpft werden können. Dank ihrer innovativen Lösung kann Mikroplastik nicht nur aus dem Wasser geholt werden, sondern Schuhen arbeitet auch daran, die kleinen Partikel weiterzuverarbeiten.
Eine Bildungsrevolution auf dem Gemüsebeet – die hat Christoph Schmitz gestartet. Der 41-Jährige setzt sich für eine größere Wertschätzung von Natur und Lebensmitteln ein. 2014 gründet er das Sozialunternehmen "Acker e.V.", denn der Agrar- und Wirtschaftswissenschaftler ist überzeugt: "Wer denkt, die Tomate wächst im Supermarkt, wird sich eher wenig für Klimaschutz interessieren. Ich bin überzeugt, erst, wenn Menschen wieder eine echte Verbindung zur Natur aufbauen, kann die Lust auf Nachhaltigkeit entstehen." Mit ihren mehrfach ausgezeichneten Angeboten erreichen sie von "Acker e.V." nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene und Kommunen. Und sie wirken als Schnittstelle zwischen Bildung, Landwirtschaft und Ernährung. Über 100.000 Quadratmeter Ackerfläche haben die Ackerbuddys bereits angelegt.