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45 Minuten stark, 45 Minuten schwach: Der BVB hat gegen OSC Lille nur in der ersten Hälfte überzeugt. Nach der Pause ließen die Borussen jegliche Durchschlagskraft vermissen.
45 Minuten stark, 45 Minuten schwach: Der BVB hat gegen OSC Lille nur in der ersten Hälfte überzeugt. Nach der Pause ließen die Borussen jegliche Durchschlagskraft vermissen.
Der BVB muss nach einer schwachen zweiten Hälfte gegen den OSC Lille um den Einzug ins Champions-League-Viertelfinale bangen. Das Team von Trainer Niko Kovac spielte im Achtelfinal-Hinspiel nur 1:1 (1:0) gegen den Tabellenfünften aus Frankreich. Karim Adeyemi erzielte per Außenrist das sehenswerte Führungstor für den BVB.
Adeyemi trifft sehenswert
Bei Lille fiel ein junger Mann schon allein des Namens wegen auf: Ethan Mbappé, Bruder von Kylian, stand erstmals in der Champions-League-Startelf. Der BVB bemühte sich von Beginn an um hohe Intensität. Die erste Dortmunder Angriffsoption war eindeutig Karim Adeyemi. Dem 23-Jährigen fiel der Ball am Strafraum vor die Füße - und der Stürmer traf mit einem perfekten 18-Meter-Flachschuss via Außenrist zur 1:0-Führung (22.).
Lille reagierte konfus. Bafodé Diakité vertändelte den Ball an der Strafraumgrenze, mit etwas mehr Übersicht von Julian Brandt wäre dies das 2:0 gewesen (33.). Die Abwehr hatte mit den Angriffen der Franzosen sehr selten Probleme, Innenverteidiger Nico Schlotterbeck fand sogar Gelegenheit für einen Ausflug in die Offensive samt sehenswertem Fernschuss (38.). Pascal Groß traf aus der Abseitsposition (45.+1).
BVB zieht sich nach der Pause zurück
Nach der Pause war das Offensivspiel wie abgerissen, aus aktiv wurde passiv. Der BVB zog sich zunehmend zurück, verlor den Ball viel zu schnell und konnte von Glück sagen, dass Lille verlässlich vor dem letzten Pass scheiterte - der französische Tabellenfünfte hatte auch nach einer Stunde keine ernsthafte Torchance zu verzeichnen.
Dann aber schlief die Dortmunder Abwehr, was OSC-Kapitän Benjamin André zum Steckpass auf Hakon Haraldsson (68.) nutzte und ausglich. Beim BVB lief auch nach vorne lief nichts mehr zusammen, somit blieb es beim 1:1. Die Ausgangslage für das Rückspiel in Lille haben sich die Borussen aussichtsreicher vorgestellt.