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Terra X - die Einzeldokus - Wildes Wetter
Terra X - die Einzeldokus
Wildes Wetter
Wildes Wetter
- Wissen
- Dokumentation
- informativ
- 20.10.2019
- ZDF
Hitze, Dürre, Stürme und Fluten – das Wetter scheint weltweit wild geworden zu sein. Was sind die Ursachen? Nur wissenschaftliche Fakten geben das Rüstzeug für ein verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft.
Ist die Häufung von Extremwetterlagen ein Zufall? Oder ist das schon Klimawandel? Wie hängen Hitzerekorde in Deutschland, Waldbrände in der Arktis und schmelzendes Packeis zusammen? Die gesellschaftliche Debatte rund ums Klima ist überhitzt und oft überlagert von Einzelinteressen. Die Doku zeigt die Daten, Fakten und Zahlen hinter dem, was aktuell diskutiert wird. Denn die Klimaforschung in all ihren Facetten ist eine Wissenschaft, deren Erkenntnisse helfen, die globalen Wetterphänomene besser zu verstehen.
Wetterphänomene und Verursacher
Neue Wege in der Forschung geht die deutsche Klimawissenschaftlerin Prof. Friederike Otto in Oxford. Sie sucht nach den Verantwortlichen für Hitzewellen und Hochwasser. Ihr Institut hat eine bahnbrechende Methode entwickelt, mit der sie in kurzer Zeit berechnen kann, wie viel Klimawandel in einem konkreten Wetterereignis steckt – und wer daran schuld ist. In der Dokumentation erklärt die Direktorin des Environmental Change Institute, wie Wetterphänomene entstehen und wie die Verursacher dafür in Zukunft möglicherweise haftbar gemacht werden können.
Einen anderen Forschungsansatz verfolgt die größte Arktis-Expedition aller Zeiten. Im September 2019 nimmt der deutsche Eisbrecher "Polarstern" seine Reise auf. Ein Jahr lang soll das Schiff eingefroren durch das Nordpolarmeer driften. Expeditionsleiter Prof. Markus Rex und sein Team wollen den Einfluss der Arktis auf das globale Wetter besser verstehen. Dort befindet sich quasi das Epizentrum der globalen Erwärmung. Etwa 600 Menschen aus 19 Nationen sind an dem Projekt beteiligt. Sie alle hoffen auf einen Durchbruch im Verständnis des arktischen Klimasystems.
Wie ein Umdenken funktionieren könnte
Es sind ganz unterschiedliche Bereiche, die an der Forschung zum Klimawandel beteiligt sind. So ist auch in der Kommunikationswissenschaft das politisch relevante Thema angekommen. Prof. Michael Brüggemann untersucht, wie in den Medien über den Klimawandel berichtet wird. Welche Szenarien überfordern die Menschen? Und wie könnte ein Umdenken funktionieren?
Mit Erklär-Grafiken, anschaulichen Experimenten und Experteninterviews fügt "Terra X" die aktuelle Forschungssituation zu einem Gesamtbild zusammen – ganz ohne Alarmismus. Denn es geht nicht um Panikmache, sondern um die Vorbereitung auf die Veränderungen, die auf den Planeten und seine Bewohner zukommen werden.
Prognose zum Klimawandel von 1978 von Hoimar von Ditfurth
Prognose zum Klimawandel von 1978 von Hoimar von Ditfurth
Klimaschutz im Alltag
Mobilität
- Natürlich sind zu Fuß gehen und Fahrradfahren die umweltfreundlichsten Mittel der Fortbewegung. Wer weitere Strecken zurücklegen muss, kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fahrgemeinschaften CO2 einsparen.
- Beim Autofahren gilt: ein sparsames Modell aussuchen, früh hochschalten, den Motor an der Ampel ausschalten, auf unnötiges Gewicht wie einen leeren Dachgepäckträger verzichten, Spritfresser wie Klimaanlage oder Sitzheizung mit Bedacht nutzen. Auch ständiges Beschleunigen und Bremsen sollte vermieden werden. Kurzstreckenfahrten sollten am besten zu einer langen Fahrt zusammengelegt werden, da der Motor auf den ersten Kilometern am meisten verbraucht. Das senkt Spritverbrauch und Emissionen. Besser noch: auf E-Fahrzeuge umsteigen, die mit Öko-Strom geladen werden.
- Auf Inlands- und Kurzstreckenflüge sollte am besten ganz verzichtet werden. Auch für Reisen ins nahe gelegene Ausland bieten Bahn- und Fernbusunternehmen Fahrten an. Lässt sich das Fliegen nicht vermeiden, sollten Sie zumindest eine lange Reise statt vieler kurzer planen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Ausgleichszahlungen an zertifizierte Klimaschutzprojekte zu überweisen.
Einkaufen
- Zunächst einmal zählt: Kaufen Sie nur, was Sie wirklich brauchen.
- Außerdem hilft es, Bioprodukte möglichst regional und saisonal einzukaufen, denn so haben die Lebensmittel eine relativ kurze Reise hinter sich, bis sie im Supermarktregal angekommen sind. Importiertes Obst und Gemüse verbraucht laut WWF bis zu 48-mal mehr Treibstoff als heimische Produkte.
- Um Plastiktüten im Laden zu umgehen, die nur für die einmalige Verwendung hergestellt werden, nehmen Sie einfach einen eigenen Korb oder eine Tasche für den Transport der Einkäufe mit. Wer das vergisst, kann im Supermarkt fragen, ob er leere Warenkartons benutzen darf.
Im Bad
- Wer fix duscht, statt sich ein Bad einzulassen, spart Wasser und Energie. Während des Duschens gilt: Wasser abdrehen beim Einseifen. Und natürlich nicht länger duschen als nötig.
- Ein Sparduschkopf kann den Wasser- und Energieverbrauch halbieren.
- Auch beim Zähneputzen spart ein zugedrehter Hahn Wasser ein.
In der Küche
- Die Herstellung von Fleisch und Milchprodukten setzt viele Treibhausgase frei. Daher sollte der Konsum dieser Produkte deutlich reduziert werden. Laut Experten der Chalmers-Hochschule in Schweden verdoppeln sich ansonsten die Emissionen der Landwirtschaft bis 2070 auf umgerechnet 13 Gigatonnen CO2.
- Kochtöpfe sollten stets mit Deckel benutzt werden, damit die Wärme nicht entweicht. Wasser im Wasserkocher zu erhitzen ist effizienter als auf dem Herd.
- Die Spülmaschine sollte immer gut gefüllt sein und am besten auf dem Umwelt-Programm laufen.
- Den Kühlschrank nicht kälter als nötig einstellen. Den meisten Lebensmitteln reicht eine Temperatur von 7 Grad. Außerdem sollte ein Kühlschrank nie neben Heizung oder Herd, sondern an einer kühlen Stelle positioniert sein. Wie auch die Gefriertruhe sollte der Kühlschrank nicht unnötig lange geöffnet werden. Zudem spart es Energie, Speisen abkühlen zu lassen, bevor sie in die Kühlung wandern.
- Die Mikrowelle gehört zu den Stromfressern in der Küche. Aufzutauende Speisen am besten mit großzügigem Vorlauf aus dem Gefrierfach nehmen, damit sie nicht mit viel Energieverbrauch in der Mikrowelle auftauen müssen. Bei Backöfen kann auf das Vorheizen verzichtet werden. Und: Um Brot oder Toast aufzubacken, sowieso lieber den Toaster verwenden.
Im Haus
- Eine gute Wärmedämmung ist der erste Schritt zu einem umweltfreundlicheren Zuhause. Das kann Heizkosten um bis zu 50 Prozent reduzieren.
- Auch richtiges Heizen will gelernt sein: Für ein gesundes Raumklima reichen laut Greenpeace oft schon 18 bis 20 Grad, nachts noch weniger. Wenn die Wohnung leersteht, sollte nicht geheizt werden. Gleiches gilt für wenig genutzte Räume. Lüften Sie kurz, dafür kräftig - bei ausgedrehter Heizung.
- Greenpeace rät dazu, zu einem unabhängigen Ökostrom-Anbieter zu wechseln.
- LED-Glühbirnen benötigen bis zu 90 Prozent weniger Energie als herkömmliche Leuchtmittel.
- Beim Kauf neuer Elektrogeräte wie Kühlschrank oder Waschmaschine lohnt es sich, auf Energieeffizienz zu achten. Nicht nur für den Geldbeutel, sondern auch für das Klima.
- Viele Geräte wie Fernseher oder Computer verbrauchen auch Strom, wenn sie im Stand-by-Modus sind - also am besten immer ganz ausschalten.
- Wer die Waschmaschine richtig vollpackt, tut der Umwelt etwas Gutes. Viele Waschmaschinen haben ein Öko-Programm. Bei 30 bis 40 Grad wird die meiste Wäsche sauber, auch ohne Vorwäsche. Maximal sollte auf 60 Grad gewaschen werden. Anschließend die Wäsche auf der Leine trocknen lassen, statt sie in den Trockner zu werfen.
Bei "ZDF goes Schule" stehen für den Unterricht geeignete Formate, Beiträge mit Creative-Commons-Rechten (OER) sowie für ausgewählte Terra-X-Folgen, Unterrichtsmaterialien zum Download zur Verfügung.
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