Terra X - die Einzeldokus - Wildes Wetter
- Wissen
- Dokumentation
- informativ
- 20.10.2019
- ZDF
Hitze, Dürre, Stürme und Fluten – das Wetter scheint weltweit wild geworden zu sein. Was sind die Ursachen? Nur wissenschaftliche Fakten geben das Rüstzeug für ein verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft.
Wetterphänomene und Verursacher
Wie ein Umdenken funktionieren könnte
Prognose zum Klimawandel von 1978 von Hoimar von Ditfurth
Klimaschutz im Alltag
- Natürlich sind zu Fuß gehen und Fahrradfahren die umweltfreundlichsten Mittel der Fortbewegung. Wer weitere Strecken zurücklegen muss, kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fahrgemeinschaften CO2 einsparen.
- Beim Autofahren gilt: ein sparsames Modell aussuchen, früh hochschalten, den Motor an der Ampel ausschalten, auf unnötiges Gewicht wie einen leeren Dachgepäckträger verzichten, Spritfresser wie Klimaanlage oder Sitzheizung mit Bedacht nutzen. Auch ständiges Beschleunigen und Bremsen sollte vermieden werden. Kurzstreckenfahrten sollten am besten zu einer langen Fahrt zusammengelegt werden, da der Motor auf den ersten Kilometern am meisten verbraucht. Das senkt Spritverbrauch und Emissionen. Besser noch: auf E-Fahrzeuge umsteigen, die mit Öko-Strom geladen werden.
- Auf Inlands- und Kurzstreckenflüge sollte am besten ganz verzichtet werden. Auch für Reisen ins nahe gelegene Ausland bieten Bahn- und Fernbusunternehmen Fahrten an. Lässt sich das Fliegen nicht vermeiden, sollten Sie zumindest eine lange Reise statt vieler kurzer planen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Ausgleichszahlungen an zertifizierte Klimaschutzprojekte zu überweisen.
Einkaufen
- Zunächst einmal zählt: Kaufen Sie nur, was Sie wirklich brauchen.
- Außerdem hilft es, Bioprodukte möglichst regional und saisonal einzukaufen, denn so haben die Lebensmittel eine relativ kurze Reise hinter sich, bis sie im Supermarktregal angekommen sind. Importiertes Obst und Gemüse verbraucht laut WWF bis zu 48-mal mehr Treibstoff als heimische Produkte.
- Um Plastiktüten im Laden zu umgehen, die nur für die einmalige Verwendung hergestellt werden, nehmen Sie einfach einen eigenen Korb oder eine Tasche für den Transport der Einkäufe mit. Wer das vergisst, kann im Supermarkt fragen, ob er leere Warenkartons benutzen darf.
Im Bad
- Wer fix duscht, statt sich ein Bad einzulassen, spart Wasser und Energie. Während des Duschens gilt: Wasser abdrehen beim Einseifen. Und natürlich nicht länger duschen als nötig.
- Ein Sparduschkopf kann den Wasser- und Energieverbrauch halbieren.
- Auch beim Zähneputzen spart ein zugedrehter Hahn Wasser ein.
In der Küche
- Die Herstellung von Fleisch und Milchprodukten setzt viele Treibhausgase frei. Daher sollte der Konsum dieser Produkte deutlich reduziert werden. Laut Experten der Chalmers-Hochschule in Schweden verdoppeln sich ansonsten die Emissionen der Landwirtschaft bis 2070 auf umgerechnet 13 Gigatonnen CO2.
- Kochtöpfe sollten stets mit Deckel benutzt werden, damit die Wärme nicht entweicht. Wasser im Wasserkocher zu erhitzen ist effizienter als auf dem Herd.
- Die Spülmaschine sollte immer gut gefüllt sein und am besten auf dem Umwelt-Programm laufen.
- Den Kühlschrank nicht kälter als nötig einstellen. Den meisten Lebensmitteln reicht eine Temperatur von 7 Grad. Außerdem sollte ein Kühlschrank nie neben Heizung oder Herd, sondern an einer kühlen Stelle positioniert sein. Wie auch die Gefriertruhe sollte der Kühlschrank nicht unnötig lange geöffnet werden. Zudem spart es Energie, Speisen abkühlen zu lassen, bevor sie in die Kühlung wandern.
- Die Mikrowelle gehört zu den Stromfressern in der Küche. Aufzutauende Speisen am besten mit großzügigem Vorlauf aus dem Gefrierfach nehmen, damit sie nicht mit viel Energieverbrauch in der Mikrowelle auftauen müssen. Bei Backöfen kann auf das Vorheizen verzichtet werden. Und: Um Brot oder Toast aufzubacken, sowieso lieber den Toaster verwenden.
Im Haus
- Eine gute Wärmedämmung ist der erste Schritt zu einem umweltfreundlicheren Zuhause. Das kann Heizkosten um bis zu 50 Prozent reduzieren.
- Auch richtiges Heizen will gelernt sein: Für ein gesundes Raumklima reichen laut Greenpeace oft schon 18 bis 20 Grad, nachts noch weniger. Wenn die Wohnung leersteht, sollte nicht geheizt werden. Gleiches gilt für wenig genutzte Räume. Lüften Sie kurz, dafür kräftig - bei ausgedrehter Heizung.
- Greenpeace rät dazu, zu einem unabhängigen Ökostrom-Anbieter zu wechseln.
- LED-Glühbirnen benötigen bis zu 90 Prozent weniger Energie als herkömmliche Leuchtmittel.
- Beim Kauf neuer Elektrogeräte wie Kühlschrank oder Waschmaschine lohnt es sich, auf Energieeffizienz zu achten. Nicht nur für den Geldbeutel, sondern auch für das Klima.
- Viele Geräte wie Fernseher oder Computer verbrauchen auch Strom, wenn sie im Stand-by-Modus sind - also am besten immer ganz ausschalten.
- Wer die Waschmaschine richtig vollpackt, tut der Umwelt etwas Gutes. Viele Waschmaschinen haben ein Öko-Programm. Bei 30 bis 40 Grad wird die meiste Wäsche sauber, auch ohne Vorwäsche. Maximal sollte auf 60 Grad gewaschen werden. Anschließend die Wäsche auf der Leine trocknen lassen, statt sie in den Trockner zu werfen.