Angst gehört zum Leben: Sie warnt uns vor Gefahren und macht uns vorsichtig. Doch was, wenn sie nicht mehr verschwindet, sondern bleibt? Wenn die Angst den Alltag bestimmt und selbst der Weg vor die Haustür zur Herausforderung wird?
Jeder vierte Mensch entwickelt bis zum jungen Erwachsenenalter eine Angststörung. Psychologe Leon Windscheid fragt, warum Angststörungen unter jungen Menschen zunehmen und wann aus alltäglicher Angst eine behandlungsbedürftige Erkrankung wird. Was steckt dahinter – und was hilft Betroffenen?
Panikattacken und Ängste: Junge Menschen erzählen
Leon trifft Nane. Ihre erste Panikattacke hatte sie bereits im Kindergarten. Später wurden ihre Ängste so stark, dass sie ihre Wohnung kaum noch verlassen konnte. Heute macht Nane ihr Abitur. Verschiedene Therapien wie z. B. die Konfrontationstherapie haben ihr geholfen, mit der Angst umzugehen. Verschwunden ist die Angst nicht – doch sie bestimmt nicht mehr ihr Leben.
Auch sechs junge Menschen sprechen im Studio offen über Panikattacken, soziale
Ängste,
Versagensdruck und Zukunftssorgen. Sie erzählen, wie sich Angst anfühlt, wenn sie immer mehr Raum einnimmt – und wie sie mit Atmung, haptischen Skills, Achtsamkeitsübungen, „Schocktherapie“ oder anderen Hacks ihre Angst im Alltag in den Griff bekommen.
Angststörungen: Was hilft laut Forschung?
Die Kinder- und Jugendpsychologin Prof. Julia Asbrand erklärt, warum das Jugendalter besonders anfällig für Angststörungen ist, weshalb Vermeidung die Ängste oft verstärkt und wie wichtig frühe Hilfe ist. Neurobiologin Prof. Stephanie Kandsperger zeigt, was bei Angst im Gehirn geschieht und was die Forschung über Entstehung und Behandlung weiß.
Denn Angststörungen sind keine
Charakterschwäche, sondern gut behandelbare Erkrankungen. Wer lernt, sich der Angst Schritt für Schritt zu stellen, kann ihr die Macht über das eigene Leben wieder nehmen.
Unsere Quellen
Ähnliche Inhalte entdecken