Gruppenfoto der Schauspieler des Films "Everytime" in Cannes mit zwei Frauen drei Mädchen und einem Jugendlichen.
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Kulturzeit - Filmfestspiele von Cannes: eine Bilanz

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Filmfestspiele von Cannes: eine Bilanz
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Filmfestspiele von Cannes: eine Bilanz
  • 22.05.2026

Die Themen der "Kulturzeit" vom 22.05.2026: Unsere Favoriten in Cannes, Canal+ kündigt Zusammenarbeit mit Filmschaffenden - Gespräch mit Nils Minkmar, Steffen Kopetzkys "Harzreise", Pfingstfestpiele.

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Filmfestspiele von Cannes: eine Bilanz

Die Themen der "Kulturzeit" vom 22.05.2026: Unsere Favoriten in Cannes, Canal+ kündigt Zusammenarbeit mit Filmschaffenden - Gespräch mit Nils Minkmar, Steffen Kopetzkys "Harzreise", Pfingstfestpiele.

Die Themen der Sendung:

Filmfestspiele von Cannes: eine Bilanz

Die Filmfestspiele von Cannes neigen sich ihrem Ende zu. Am 23. Mai wird die Goldene Palme vergeben. Welche Filme haben übrzeugt, welche enttäuscht? Und wer hat Chancen auf die Goldene Palme? Eine Bilanz.

Französischer Sender droht 600 Filmschaffenden mit Rauswurf - Gespräch mit Nils Minkmar

Der französische Bezahlsender Canal+ hat 600 französischen Filmschaffenden mit einem Ende der Zusammenarbeit gedroht. Die Filmschaffenden hatten zuvor vor einem wachsenden Einfluss des konservativen Medienmoguls Vincent Bolloré auf die Branche gewarnt. Als Reaktion auf einen entsprechenden offenen Brief der Filmschaffenden in der Zeitung "Libération" sagte der Chef des Senders, Maxime Saada, während der Filmfestspiele in Cannes, dass er nicht mehr möchte, dass sein Sender mit den Unterzeichnern zusammenarbeitet. Wenn diese Androhung tatsächlich umgesetzt wird, würde das bedeuten, dass etwa Regisseur Arthur Harari oder die Schauspielerin Juliette Binoche nicht mehr für Produktionen von Canal+ verpflichtet würden. Der Sender spielt eine wichtige Rolle in der Filmförderung in Frankreich. Bei einem Ausschluss der Filmschaffenden würde Canal+ sich aber auch ins eigene Fleisch schneiden, weil ihm dann namhafte Schauspielerinnen und Schauspieler für seine Filme fehlen.
Der Milliardär Bolloré hält einen Anteil von rund 30 Prozent an Canal+ und möchte nun die Kinokette UGC erwerben. In ihrem offenen Brief kritisieren die Filmschaffenden, dass Bolloré damit in der Lage wäre, die gesamte Filmproduktionskette zu kontrollieren, von der Finanzierung bis zur Ausstrahlung im Fernsehen und im Kino. Der konservative Milliardär und Medienunternehmer Bolloré ist in Frankreich umstritten. Teils wird von einer «Bollorisation» der von ihm übernommenen Medien gesprochen. Damit wird eine Verschiebung der redaktionellen Linie nach rechts und rechtsaußen gemeint. Wir sprechen mit dem Journalisten Nils Minkmar über die Situation in Frankreich.

"Harzreise": Steffen Kopetzky auf den Spuren von Heinrich Heine

Als Heinrich Heine 1826 seine "Harzreise" veröffentlichte, war er gerade Ende 20. Reiseberichte über den Harz gab es damals viele – doch keiner war wie dieser. Heine verband Naturbeschreibung mit scharfem Witz, romantische Schwärmerei mit Spott, persönliche Begegnungen mit präzisen Beobachtungen über Deutschland und seine Bewohner. Das Buch machte nicht nur den Harz zu einem literarischen Sehnsuchtsort, sondern auch Heine schlagartig berühmt.
Fast 200 Jahre später folgt der Schriftsteller Steffen Kopetzky denselben Wegen: von Göttingen über Goslar und Wernigerode bis hinauf auf den Brocken. Wochenlang ist er allein zu Fuß unterwegs, aber nie einsam – er spricht mit Menschen am Wegesrand, durchquert Wälder, Städte und Landschaften voller Geschichte. Seine Reise wird dabei weit mehr als eine literarische Spurensuche. Sie wird zum Porträt eines Landes zwischen Vergangenheit und Gegenwart auf der Suche nach sich selbst. Über allem steht jener Satz, den Heine seiner "Harzreise" voranstellte – ein Zitat von Ludwig Börne: "Nichts ist dauernd als der Wechsel". Genau davon erzählt auch Kopetzkys Wanderung: vom Wandel Deutschlands, Europas und der Frage, wie ein Land auf sich selbst blickt.

Rossinis "Il viaggio a Reims" bei den Pfingstfestspielen

"Bon Voyage" lautet das Motto der künstlerischen Leiterin Cecilia Bartoli für die diesjährigen Pfingstfestspiele in Salzburg. Mit einer szenischen Neuproduktion von Gioachino Rossinis "Il viaggio a Reims" lockt die "Bartoli" an die Salzach. Nach "La Cenerentola" und dem "Barbiere di Siviglia" ist es die dritte Rossini Produktion.
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