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Große Freiheit Wohnmobil

Camper legen los

2020 gab es coronabedingt einen Camping-Boom. Wegen des Anstiegs der Corona-Zahlen im Herbst/Winter 2020 waren die Campingplätze bis Pfingsten 2021 geschlossen, zum Leidwesen der Camper.

30 min
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18.07.2021
18.07.2021
UT
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Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 18.07.2022

Aktuelle Reportagen

Diesen Sommer dürfte der Run auf Campingplätze und Wohnmobile alle Dimensionen sprengen. Der Caravaning Industrie Verband meldete schon jetzt über 100 000 neu zugelassene Wohnmobile und Caravans – das ist ein Drittel mehr als im Vorjahr. Die Händler freuen sich.

Seit Anfang März dürfen die Kunden die Fahrzeuge beim Reisemobile-Zentrum Palmowski in Bielefeld wieder vor Ort begutachten. Jörg Henninger ist der Geschäftsführer von – nach eigenen Angaben – Deutschlands größtem Reisemobil-Händler. Zwischen 36 000 und 200 000 Euro geben Henningers Kunden aus. Von der günstigen Eigenmarke bis hin zum individualisierten Luxus-Wohnmobil – hier wird fast jeder fündig.

Und trotz der zwischenzeitlichen Schließung der Verkaufsräume: Henningers Auftragsbücher platzen aus allen Nähten. Vergangenes Jahr verkauften er und seine 50 Mitarbeiter über 2000 Fahrzeuge – 40 Prozent mehr als 2019. Dieses Jahr rechnet er mit bis zu 2500 Verkäufen. Die aktuellen Fahrzeugmodelle sind bereits völlig ausverkauft. Und trotzdem reißen die Anfragen nicht ab. Wer jetzt bestellt, bekommt sein Wohnmobil erst in zwei Jahren. Auf Wunsch gibt es individuelle Folierung in knalligen Farben oder in Camouflage-Design, Lederbezüge in sämtlichen Varianten bis hin zum teuren Büffel-Leder sind ebenfalls möglich. Und wer einen besonders geländegängigen Van möchte, der kann sich Kuhfänger montieren und das Fahrwerk höher legen lassen.

Bei jüngeren Campern im Trend ist das sogenannte Van-Life. Ganzjährig in ein Wohnmobil ziehen, am besten im Süden, wo es warm ist. Zoe und Merlin wollen sich einen Sprinter kaufen und zum Camping-Van ausbauen. Und sie wollen nicht nur Urlaub darin machen, sondern er soll ihr neues Zuhause werden. Im Herbst 2020 starten sie mit dem ersten Schritt in ihr neues Van-Life: Sie kaufen sich einen sieben Jahre alten Sprinter und beginnen, ihn zu entkernen und umzubauen. Im vergangenen halben Jahr haben sie es geschafft, aus dem tristen Lieferwagen einen fast fertig ausgestatteten Camper zu machen. Auf ihrem YouTube-Kanal dokumentieren die beiden selbstständigen Filmemacher den Umbau. Neben einer Küche mit Gas-Kochfeld und einer kleinen Dusche haben sie auch eine Standheizung eingebaut und ein "Sonnendeck" auf dem Dach des Sprinters montiert. Aktuell fehlt noch die Strom- und Wasserversorgung sowie der letzte Feinschliff an der Inneneinrichtung. Aus ihrer Frankfurter WG sind die beiden schon ausgezogen, wohnen derzeit übergangsweise im Keller von Zoes Eltern und warten nur noch auf den Tag, an dem alles fertig wird. Danach wollen die beiden mit ihrem Sprinter erst mal in der Umgebung leben. Aber sobald es möglich ist, werden sie sich auf die Reise machen. Eine Reise, die vielleicht niemals endet.

Eine "ZDF.reportage" über das Camping-Leben im Sommer 2021.

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