Er ist skrupellos, machtversessen und brutal: Ugandas Diktator Idi Amin. Ab 1971 verwandelt der "Schlächter von Uganda" das Land nach und nach in einen Polizeistaat – mit dramatischen Folgen.
Mit Charme und brutaler Gewalt
Um sich die Gunst der Bevölkerung zu sichern, reist er mit einer Charmeoffensive durchs Land. Er verspricht den Menschen ein besseres Leben, bessere Arbeitsmöglichkeiten und Wohnungen – und er verspricht Demokratie.
Doch schon zwei Monate nach der Machtübernahme kehrt er zur Diktatur zurück und verteidigt sie mit brutaler Gewalt. Er fühlt sich bedroht von Militärs und Kabinettsmitgliedern, die Obote nahestanden, fürchtet, selbst gestürzt zu werden. Kritiker und mögliche Gegner will er ausmerzen; mithilfe der Geheimpolizei verwandelt er Uganda in einen Polizeistaat. Ohne Vorwarnung werden Tag und Nacht Tausende Menschen in Kasernen, Privathäusern und auf offener Straße festgenommen. Alle Gesellschaftsschichten sind betroffen: Armee, Bauern, Studenten, selbst Geistliche. Die Verhafteten kommen nicht vor Gericht, sie werden ermordet oder gefoltert. Öffentliche Hinrichtungen sind Normalität.
Enteignung und wirtschaftlicher Zusammenbruch
Eine Revolte des Volkes droht. Der frühere Diktator Obote ruft aus dem Exil in Tansania zum Aufstand auf. Als tansanische Truppen in die ugandische Hauptstadt eindringen, flieht Amin mit einem Armeehubschrauber und entkommt nach Saudi-Arabien, wo er bis zu seinem Tod in Wohlstand lebt.
Die sechsteilige Reihe "Bauplan des Bösen" verfolgt den Aufstieg und Fall von sechs Diktatoren des 20. Jahrhunderts, die die Geschichte mit brutalen Methoden wesentlich geprägt haben. Trotz unterschiedlicher Persönlichkeiten wenden sie nahezu die gleichen Mittel an, um an die Macht zu kommen und sich dort zu halten.