einfach Mensch - die Einzeldokus - Mario: Meine unsichtbare Not!
Mario ist sensibel und humorvoll. Niemand sieht ihm an, dass er Dauergast in der Psychiatrie ist. Er würde sich wünschen, als psychisch Kranker mehr Akzeptanz zu bekommen.
Mario ist sensibel und humorvoll. Niemand sieht ihm an, dass er Dauergast in der Psychiatrie ist. Er würde sich wünschen, als psychisch Kranker mehr Akzeptanz zu bekommen.
Verständnis und Akzeptanz finden
Mit 16 Jahren bekommt er Ängste und Zwänge, traut sich nicht mehr an Rissen auf dem Asphalt vorbei, entwickelt einen Waschzwang. Als er zum ersten Mal stationär in einer psychiatrischen Klinik ist, geht es ihm wider Erwarten gut. Plötzlich wird er gesehen, gehört und ist Teil einer Gruppe. Seine Not findet Verständnis und Akzeptanz. Nach jeder Entlassung geht das Dilemma wieder von vorne los, bis er erneut in eine Klinik geht. Diesem Teufelskreis erliegt Mario schon bald, und so werden die Aufenthalte länger, die Zeiten zu Hause immer kürzer.
Mario will es schaffen, in seinem Leben anzukommen und ohne Klinikaufenthalte zurechtzukommen. Am besten gelingt ihm das in der Schauspielschule. Dort kann er seine Probleme kurzfristig vergessen und im wahrsten Sinne des Wortes "überspielen". Er träumt davon, Schauspieler zu werden und auch außerhalb von Kliniken Freunde zu finden, die ihn so akzeptieren, wie er ist. Mario ist es ein großes Anliegen, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen mehr Akzeptanz und Verständnis von der Gesellschaft bekommen.