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Der Tod: ein oft weggeschobenes Thema. Leon Windscheid will es wissen: Was ist gutes Sterben? Er spricht mit Nadja, die palliativ betreut wird, und ihrer Tochter über den nahenden Abschied.
Der Tod: ein oft weggeschobenes Thema. Leon Windscheid will es wissen: Was ist gutes Sterben? Er spricht mit Nadja, die palliativ betreut wird, und ihrer Tochter über den nahenden Abschied.
Am Ende sterben wir alle. Im Alltag lässt sich das leicht verdrängen, doch was, wenn wir dem Tod nicht länger ausweichen können? Dieser Frage geht Psychologe Leon Windscheid nach.
Dafür trifft er die unheilbar an Krebs erkrankte Nadja Seipel und begleitet die Palliativpflegerin Michaela Bayer bei ihrer Arbeit. Leon will wissen: Wie leben Menschen mit ihrem nahenden Tod? Gibt es gelingendes Sterben? Was bedeutet das auch für Angehörige?
Gutes Sterben = gutes Leben?
Nadja Seipel ist Palliativpatientin. Nach einer Brustkrebsdiagnose lebt sie mit Metastasen in Lunge, Leber, Lymphen und Knochen. Ihre Tochter Annabelle ist 14 und seit 9 Jahren mit dem möglichen Tod ihrer Mutter konfrontiert. Leon Windscheid spricht mit beiden darüber, wie sie mit dem nahenden Abschied umgehen. Angesichts der kurzen Zeit, die ihr noch bleibt, sagt Nadja: „Für mich ist gutes Sterben, dass ich aus dem, was ich jetzt noch habe, das Beste heraushole.“
Tröstende Worte für Sterbende sind wichtig
Können wir uns auf unser Sterben vorbereiten, wie erleben Sterbende ihre letzten Wochen, und wie geht gutes Sterben? Antworten auf diese Fragen sucht Leon Windscheid im Münchner Klinikum Großhadern. Dort begleitet er die Palliativpflegerin Michaela Bayer einen Tag lang bei ihrer Arbeit und erfährt vom Personal der Palliativstation, was fehlt, wenn Sterbende nicht sterben können. Aus den Begegnungen mit Sterbenden erfährt Leon, dass es uns beim Sterben helfen kann, positiv auf unser Leben zurückzublicken. Das bestätigen auch verschiedene wissenschaftliche Studien. Von der Palliativmedizinerin Prof. Claudia Bausewein erfährt Leon Windscheid, dass unser Gehör das letzte Sinnesorgan ist, das seine Funktion aufgibt: Wir hören noch, auch wenn wir schon tot scheinen. Daher sind vertraute Stimmen für die Sterbenden besonders wichtig.
Gehört eine „bucket list“ zum friedlichen Tod?
In einem Sozialexperiment fragt Leon ganz unterschiedliche Menschen, was sie unbedingt noch erleben möchten, bevor sie sterben. Und er geht der Frage nach, ob am Ende ein gutes Leben die beste Voraussetzung für ein möglichst gutes Sterben ist.