Against All Gods – Die Glaubens-WG
Die sechsteilige Serie „Against All Gods – Die Glaubens-WG“ ist ein TV-Experiment, das es in dieser Form noch nie gab. Das Format verbindet die Genres Dokumentation und Reality und fördert dabei den interreligiösen Dialog.
Das Infotainment-Format, das im September 2024 zum ersten Mal auf Sendung ging, beleuchtet die fünf Weltreligionen und den Atheismus aus persönlicher Perspektive und zeigt, wie junge Menschen mit unterschiedlichen Glaubens- und Lebensentwürfen um Verständnis ringen, Vorurteile hinterfragen und Gemeinsamkeiten entdecken.
Auch deswegen wurde die erste Staffel „Against All Gods – die GlaubensWG“ 2025 mit dem deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Infotainment ausgezeichnet. Außerdem war das Format im selben Jahr für den Alternativen Medienpreis nominiert und wurde im September 2026 beim 21. Europäischen Filmfestival „Belief on Screen“ in Kopenhagen gezeigt.
Wie funktioniert das Format?
Sechs junge Menschen mit sechs Weltanschauungen leben eine Woche lang zusammen in einer WG: Es ziehen jeweils eine Vertreterin oder ein Vertreter des Judentums, des Islam, des Buddhismus, des Hinduismus, des Christentums und des Atheismus ein. In Staffel 1 begegneten sich die sechs Mitbewohnerinnen und Mitbewohner in einem Berliner Loft, in Staffel 2 geht es auf einen Bauernhof in der Nähe von Colditz in Sachsen.
Wer zog bisher in die WG?
In Staffel 1 machten Buddhist Dharmasara, Hinduistin Sagitha, Muslim Omar, Jude Lars, Katholikin Gloria und Atheistin Josi den Anfang. Alle WG-Mitglieder sind zwischen 24 und 30, haben aber ganz unterschiedliche Lebensentwürfe. Während Dhamasara in einer buddhistischen WG in Berlin wohnte, lebte Omar schon mit seiner Frau Julia – die zum Islam konvertiert ist – zusammen, die er noch aus Schulzeiten kennt. Sagitha lebte beim Einzug bisweilen alleine, war aber schon verlobt und stand kurz vor einem Umzug nach NRW, Josi suchte noch nach der großen Liebe – was als Transfrau nicht ganz so einfach war. Lars beendete gerade sein Jurastudium in Berlin, Gloria war ebenfalls kurz vor ihrem Abschluss: als Lehrerin für berufsbildende Schulen.
Zwei Jahre später werden die sechs in Staffel 2 von Menschen mit der gleichen Religion, aber ganz unterschiedlichen Glaubensansätzen abgelöst.
Während die WG aus den unterschiedlichsten Ecken Deutschlands kommt, lebt Mitbewohnerin Lien als orthodoxe Jüdin in Israel. Atheist Denis hatte die kürzeste Anreise zum Drehort: der Elektrotechniker lebt mit seiner Frau in der Nähe von Leipzig. Auch Hinduist Saran ist glücklich verheiratet und lebt mit seiner Frau in Villingen-Schwenningen. Vor kurzem wurde er Vater, was seinen Blick auf manche ethische Fragen noch einmal sehr geschärft hat. Muslima Doha bringt ihren jüngsten Sohn direkt mit auf den Hof. Die Boxtrainerin aus Berlin ist bereits zweifach Mutter. Für Protestantin Laura ist die Woche in der GlaubensWG eine willkommene Pause zwischen all den Ehrenämtern, die sie neben ihrem Job als Geografin ausübt. Die Runde komplettiert Buddhist Titou, der sein Leben nach der Gelugpa-Tradition gestaltet, die geprägt ist von der so genannten Zufluchtnahme, Gesängen und Meditationen.
Göttlich gute Freunde?
Obwohl es in beiden Staffeln einige Konflikte gab, entstanden in beiden Staffeln auch sehr tiefgehende Verbindungen. Der Wunsch, die anderen Mitbewohner:innen auch außerhalb der WG in ihrem privaten Umfeld kennenzulernen. Wir haben unserer GlaubensWG den Wunsch erfüllt und daraus ein Spin-Off kreiert. In drei Folgen „Göttlich gute Freunde“ besucht Atheistin Josi ihre Mitbewohner:innen aus der ersten Staffel jeweils zuhause. Die überlegen sich jeweils eine Überraschung: Katholikin Gloria nimmt Josi mit in den Ostergottesdienst (voller Männer) in der Lausitz, Muslim Omar geht mit Josi zum Boxtraining, Buddhist Dhamassara nimmt sie mit ins Schweigeretreat. Lars zelebriert mit Josi und seinen Freunden den jüdischen Sederabend und Sagitha lädt Josi zu ihrem Hennaabend kurz vor ihrer Hochzeit ein. Am Ende der Serie lädt Josi die GlaubensWG dann auch zu sich nach Köln ein. Bei veganem Mett und alkoholfreiem Kölsch, besprechen sie das erlebte.
„Against All Gods“ in allen Facetten ist eine Serie über Religion, Diversität, Demokratie, Zusammenhalt und die Frage, wie wir trotz aller Unterschiede miteinander leben können.
Stab:
Against All Gods Staffel 1:
Autorinnen: Aurelia Kanetzky, Katharina Reinartz
Regie: Aurelia Kanetzky
Kamera: Johannes Obermaier, Philip Henze
Ton: Dennis Gross, Bianka Schulze
Schnitt: Dominik Schulz, Kenneth McDonnell
Licht: Andreas Schwab-Riewer, Dominic Heim, Michael Schmitz, Ilan Sprafke
Coloristin: Franziska Heinemann
Ausstattung: Kasia Bell, Trinka Lat
Producer: Katharina Reinartz, Thomas Elstner
Produktion ZDF: Christian Stachel
Redaktion ZDF: Lena Baumann, Dirk Heihoff
Leitung ZDF: Jürgen Erbacher, Simone Grabs
ZOO Productions im Auftrag des ZDF
Against All Gods Staffel 2:
Autorinnen: Aurelia Kanetzky, Katharina Reinartz, Christina Schwarz
Kamera: Susanne Erler, Clemens Barth
Ton: Dennis Gross, Claudia Mattai del Moro
Licht: Andreas Schwab-Riewer, Dominic Heim, Michael Schmitz, Ilan Sprafke
Schnitt: Dominik Schulz, Susanne Erler
Color Grading: Marcus Badow
Tonmischung: Mische Kissin
Ausstattung: Kasia Bell, Louis Loges
Regie: Aurelia Kanetzky
Producer: Katharina Reinartz, Christina Schwarz, Thomas Elstner
Produktion ZDF: Steffen Heinemann, Marion Kempe
Redaktion ZDF: Lena Baumann, Kira Stütz
Leitung der Sendung: Jürgen Erbacher
ZOO Productions im Auftrag des ZDF
Göttlich gute Freunde:
Autorinnen: Aurelia Kanetzky, Katharina Reinartz
Producer: Katharina Reinartz, Thomas Elstner
Regie: Aurelia Kanetzky
Kamera: Susanne Erler (Director of Photography),
Simon Schaffrath, Kai Hartmann
Schnitt: Dominik Schulz
Redaktion ZDF: Lena Baumann
Produktion ZDF: Steffen Heinemann, Marion Kempe
Leitung ZDF: Jürgen Erbacher
ZOO Productions im Auftrag des ZDF
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