Als sich ihre Eltern trennen, ist Rica noch sehr jung. Ihre Mutter hat einen neuen Partner, als Rica neun Jahre alt ist, mit dem sie und ihre Mutter zusammenziehen. Zunächst verstehen sich Rica und der neue Partner ihrer Mutter sehr gut. Weil ihre Mutter als Hebamme im Schichtdienst arbeitet, ist Rica regelmäßig mit ihm alleine zu Hause. Irgendwann fängt er an, immer wieder sexuelle Themen anzusprechen.
Sexuelle Gewalt und Schweigen
Er will ihr erklären, wie Sex funktioniert und fragt sie dann auch, ob er es ihr mal zeigen soll. Jahrelang kommt es immer wieder zu sexuellen Übergriffen und Ricas Schuldgefühle nehmen immer weiter zu. Sie schämt sich und traut sich deswegen weder in ihrer Therapie noch in ihren Freundschaften, darüber zu sprechen, was bei ihr zu Hause passiert. Ihrer Mutter erzählt sie nichts, weil sie nicht das Problem sein will, das ihrer Mutter das große neue Glück nimmt.
Ein Anruf mit Folgen
Jahre später, Anfang 2020, Ricas Mutter und der Täter sind längst wieder getrennt, bekommt Ricas Mutter einen Anruf von einer Bekannten: Auf dem Arbeits-PC von ihrem Exfreund wurde Material, dass sexuelle Gewalt an Kindern zeigt, gefunden. Für Ricas Mutter ein riesen Schock. Sie ruft direkt ihre Tochter an: “Bitte sag mir, ob da was war. War da was?”
Du bist nicht alleine - Hier gibt's Hilfe:
TelefonSeelsorge in Deutschland: +49 (0)800 111 0 111 (gebührenfrei) oder +49 (0)800 111 0 222 (geührenfrei)
Per Mail und Chat auf: https://www.telefonseelsorge.de/
Nummer gegen Kummer: 116 111 oder https://www.nummergegenkummer.de/
Hilfetelefon “Sexueller Missbrauch”: 0800 22 55 530 https://www.hilfe-portal-missbrauch.de/
Hilfetelefon “Gewalt gegen Frauen”: 0800 116 016
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