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Kulturzeit - Verliebt in einen Chatbot

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Verliebt in einen Chatbot
  • 25.08.2026

Die Themen der "Kulturzeit" vom 25.08.2026: Doku "Finding Connection", R. Safranskis "Die vierte Kränkung", Lydia Schneider zu Heavy Metal und Schmerz, Roy Lichtenstein, Tänzer Jason Reilly.

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Verliebt in einen Chatbot

Die Themen der "Kulturzeit" vom 25.08.2026: Doku "Finding Connection", R. Safranskis "Die vierte Kränkung", Lydia Schneider zu Heavy Metal und Schmerz, Roy Lichtenstein, Tänzer Jason Reilly.

Ein älterer Mann mit glatze und grauem Bart trägt ein Headset und schaut lächelnd auf ein Handydisplay, das ihn im Dunkeln anleuchtet.

Die Themen der Sendung:

Gefühle für einen Chatbot? Dokumentarfilm "Finding Connection" über KI

"Finding Connection" – eine Verbindung finden – so heißt der Dokumentarfilm von Florian Karner, der vier Menschen begleitet, die emotionale Beziehungen mit KI-Chatbots führen. Es sind Menschen, die enttäuscht wurden, die ihr Vertrauen verloren haben, die auf der Suche nach tiefer Verbundenheit sind. Trost finden sie ausgerechnet in KI-Companion-Apps: in Gesprächen mit virtuellen Partnern, die Nähe und Einfühlsamkeit simulieren. In seinem Langfilm-Debüt ist Nachwuchs-Regisseur Florian Karner zurückhaltend und sensibel mit der Kamera dabei, wenn Denise aus den USA, Rudi aus England und Steffi und Joe aus Deutschland ihre Erlebnisse, Sorgen und Sehnsüchte mit ihren digitalen Partnern teilen. Was bedeutet es, wenn ausgerechnet Maschinen zu den verlässlichsten Zuhörern werden, scheinbar verstehen und trösten? Ein beeindruckender Film, der viel über Einsamkeit in unserer Gesellschaft erzählt.

Rüdiger Safranskis Buch "Die vierte Kränkung"

Der renommierte und streitbare deutsche Philosoph Rüdiger Safranski beschäftigt sich in seinem neuen Buch mit dem allgegenwärtigen Phänomen künstliche Intelligenz (KI) und den Folgen für den Menschen und sein Selbstbild. In "Die vierte Kränkung" veranschaulicht er die KI als "tote Materie", der der Mensch mit seinem produktiven "lebendigen Geist" in vielerlei Hinsicht überlegen sei – für Kleinmut also kein Anlass aus Sicht Safranskis.

Studie: Heavy-Metal-Fans halten Schmerz länger aus - Gespräch mit Lydia Schneider

Wer intensiv Heavy-Metal-Musik hört, kann in dieser Zeit unter Umständen Schmerz länger aushalten. Das ergab eine am 24. August 2026 veröffentlichte Studie des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig. Dazu hatten die Forscher des Festivals Wacken Open Air 2023 Tests mit Besuchern gemacht. Sie konnten Hand und Unterarm länger in einer Apparatur mit eiskaltem Wasser halten als Teilnehmer der Vergleichsgruppe. Die Erkenntnisse könnten für die Behandlung von chronischen Schmerzpatienten relevant sein. Bisher sei bekannt gewesen, so die Forscher, dass unterdrückter Ärger den größten Effekt auf die Intensivierung von Schmerzerleben bei Patienten mit chronischen Schmerzen habe. Im klinischen Kontext werde Musik häufig dafür genutzt, positive Gefühle und Entspannung auszulösen. Nun zeige sich, dass es für die Resilienz und Schmerztoleranz vorteilhaft sein kann, wütende Musik zu hören anstatt Entspannungsmusik. Metalmusik oder wütende Musik insgesamt könnten so vermutlich bei Patienten mit viel Ärgererleben durch Schmerzen auch präventiv dazu beitragen, die Entwicklung chronischer Schmerzen zu verhindern, erklärten die Wissenschaftler. Wir sprechen mit der Leiterin der Studie, Lydia Schneider, Psychologin und Kognitionswissenschaftlerin, MPI Leipzig.

Kunstmuseum Basel präsentiert 33 Werke von Roy Lichtenstein

33 Werke des Pop-Art-Pioniers Roy Lichtenstein sind im Kunstmuseum Basel erstmals zu sehen. Die Ausstellung zeigt den Künstler hinter den ikonischen Comic-Motiven und seinen Drang, die Grenzen der Kunst immer wieder neu zu verschieben.

Doku "Kein Prinz wie jeder andere - Jason Reillys dramatisches Ballett-Leben"

Der Weltklassetänzer und "Tänzer des Jahres 2023" Jason Reilly sprengt jedes Ballett-Klischee. Mit 17 Jahren kam der Kanadier nach Stuttgart - und während seine Familie in Kanada zerbrach, wurde das Stuttgarter Ballett zu seinem neuen Zuhause. Aber sein Leben bleibt so dramatisch wie seine Rollen: Trotz Trennung steht er auch heute noch mit Ex-Frau Anna Osadcenko als Liebespaar auf der Bühne. Und nun gibt auch noch die gemeinsame Tochter ihr Bühnen-Debüt.
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