Es war die wohl mörderischste Konferenz in der Geschichte der Menschheit. Das Thema: Planungen zur Ermordung von 11 Millionen Juden in Europa.
Mörderischer Entscheidungsprozess
Mitte September 1941 traf Hitler die Entscheidung, alle Juden aus Deutschland in Richtung Osten zu deportieren. Zwar hatte es zuvor bereits Transporte gegeben, doch stellte Hitlers Befehl eine weitere Eskalationsstufe im mörderischen Entscheidungsprozess dar.
Errichtung von Vernichtungslagern
Als sich am frühen Nachmittag des 20. Januar 1942 die Besprechung am Wannsee auflöste, zeigte sich Reinhard Heydrich zufrieden: Die Teilnehmer hatten seine "Führungsrolle" akzeptiert und ihm ihre Zusammenarbeit zugesichert.
Für die 21-jährige Margot Friedländer, die unweit der Villa am Wannsee seit 1940 Zwangsarbeit leistete, begann ein neues, leidvolles Kapitel. 1943 versuchten sie und ihr jüngerer Bruder Ralph, zu fliehen. Als Ralph verhaftet wurde, stellte sich die Mutter freiwillig der Gestapo und wurde mit ihrem Sohn nach Auschwitz deportiert. Beide wurden dort ermordet. Margot tauchte unter, versteckte sich monatelang vor der Gestapo, bis sie 1944 festgenommen und ins Ghetto Theresienstadt gebracht wurde. Sie überlebte als einziges Familienmitglied den Holocaust.
Rückkehr an einen schicksalhaften Ort
In der Dokumentation kommen neben Margot Friedländer auch Historiker und Historikerinnen wie Barbara Schieb, Prof. Peter Klein (Touro College Berlin, Fakultät Holocaust Studies) und Prof. Götz Aly zu Wort, die den Rassenwahn in NS-Deutschland und den Holocaust untersucht und in zahlreichen Publikationen dargestellt und analysiert haben.
Die Wannseekonferenz im Unterricht
Passend zum Fernsehfilm und dem umfangreichen Begleitangebot des ZDF stellt der Verband der Geschichtslehrerinnen und Geschichtslehrer Deutschlands (VGD) didaktisch und methodisch aufbereitete Materialien zur Verfügung. Die pdf-Dateien wurden von Dr. Ralph Erbar und Niko Lamprecht zusammengestellt. Sie erläutern den historischen Kontext und bieten Arbeitsaufträge für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen I und II an.