plan b - die Einzeldokus - Medizin, die alle sieht
Ob Herzerkrankungen, ADHS oder mentale Gesundheit: Endlich erkennt die Medizin, dass Frauen anders behandelt werden müssen als Männer - um für alle eine bessere Versorgung zu leisten.
Auch ADHS bleibt bei Mädchen oft unentdeckt – und dadurch unbehandelt. Das hat die Autorin und Influencerin Angelina Boerger selbst erlebt: Erst mit 29 hat sie ihre Diagnose erhalten. Inzwischen verfolgen mehr als 130.000 Menschen auf ihrem Instagram-Kanal @kirmesimkopf ihren Alltag. Mit ihrer Social-Media-Präsenz, einem Buch und einer Live-Bühnenshow sorgt sie dafür, dass das Thema ADHS bei Mädchen und Frauen in die Öffentlichkeit kommt.
Obwohl die medizinische Versorgung stärker auf Männer ausgerichtet ist, stehen die sich oftmals selbst im Weg, wenn es um die eigene Gesundheit geht. Männer nutzen seltener Vorsorgeuntersuchungen, und auch wenn sie bereits Symptome haben, gehen sie seltener zum Arzt als Frauen. Vor allem psychische Probleme sind ein Tabuthema: Die Suizidrate ist fast dreimal höher als bei Frauen. Genau da setzen zwei Programme in Irland an: Das Suizid-Präventionsprogramm Cairde veranstaltet präventive Workshops zur mentalen Gesundheit für Bauarbeiter. Und On Feirm Ground 2 bildet Menschen weiter, die Landwirten helfen, ihre Gesundheit ernst zu nehmen und zum Arzt zu gehen. Irland war 2008 das erste Land weltweit, das eine nationale Strategie für Männergesundheit ins Leben gerufen hat.