planet e. - die Einzeldokus - Gier nach Holz
Holz gilt als Rohstoff der Zukunft. Doch die Bestände in den Wäldern sind begrenzt. Wie lässt sich ein Gleichgewicht finden zwischen wirtschaftlichem Interesse und Klimaschutz?
Internationale Holzmafia: Lukratives Geschäft
Johannes Zahnen vom WWF beobachtet die internationale Holzmafia seit Jahren. "Für die Organisierte Kriminalität ist das ein lukratives Geschäftsfeld. Zudem gibt es kaum Aufklärungsarbeit oder Strafverfolgung." Zahnen schätzt, dass 15 bis 30 Prozent des weltweit gehandelten Holzes illegal gehandelt werden.
Holz nachhaltig nutzen statt verfeuern
"Das hat die Industrie auch erkannt. Holz als Baustoff nimmt an Bedeutung zu", sagt Prof. Dr. Annette Hafner von der Ruhr-Universität Bochum. Doch sie mahnt: Holz könne nur dann eine klimaschonende Alternative sein, wenn es im Sinne einer Kreislaufwirtschaft genutzt werde. "Das heißt, das Holz muss ohne Schadstoffe behandelt sein und so eingebaut werden, dass sich die Elemente nach einem Abriss wiederverwenden lassen", rät Hafner. Erst ganz am Ende sollte Holz zum Heizen verwendet werden.
Waldumbau statt Kahlschlag
Damit es nicht zum Kahlschlag ganzer Flächen kommt, raten Experten zum Waldumbau. Die Mischung aus Nadel- und Laubbäumen machen den Wald klimaresistenter. "Die Wälder können sich selbst regulieren, doch das wird Jahrzehnte dauern. Wir müssen sie jetzt unterstützen, sonst brechen sie uns weg", warnt Tanja Sanders vom Thünen-Institut für Waldökosysteme.
Wichtiges Ökosystem
Die Dokumentation "planet e.: Gier nach Holz" zeigt auf, wie sich die steigende Nachfrage nach dem Rohstoff mit den Prinzipien der Nachhaltigkeit verbinden lässt – und wofür Holz am sinnvollsten genutzt werden kann.
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Team
Kamera: Benedikt Meisenberger / Michael Haesters / Alexander Eger / Robert Engelke / Oliver Ackerman
Schnitt: Franz Buscha
Redaktion: Nadja Kaltwasser
Leitung der Sendung: Cathérine Kipp