Beeren liegen im Trend. Doch unser Hunger auf Beeren hat ökologische und soziale Konsequenzen in den Anbauländern. "planet e." fragt: Wie geht nachhaltiger Beerenkonsum?
Arbeiter aus Nepal, Indien, Bangladesch
Heidelbeeren müssen aufwendig von Hand gepflückt werden, etwa 600 Arbeiter pro Tag braucht Logofruits dafür. Viele der auf den Obstplantagen in der Alentejo-Region arbeitenden Menschen stammen aus Nepal, Indien oder Bangladesch. Hélder Guerreiro, der Bürgermeister von Odemira, erklärt, dass in der kleinen Gemeinde mittlerweile knapp 11.000 Arbeitsmigranten aus über 80 Nationalitäten leben. Das entspricht etwa 40 Prozent der Bevölkerung der Gemeinde. Eine große Chance sei das für die Region, die in der Vergangenheit mit Abwanderung zu kämpfen hatte, gleichzeitig aber auch eine riesige soziale Herausforderung. Ebenso sei der enorme Bedarf an Wasser seitens der intensiven Landwirtschaft ein Problem, so Guerreiro. Über die Chancen und Konsequenzen des Beerenbooms spricht "planet e." mit den Menschen vor Ort.
Sogar in der Erntesaison: Beeren mit langem Transportweg
Das fragt "planet e." Erik Appel. Der Darmstädter baut unter anderem Himbeeren an. Die Beeren, die hierzulande angebaut werden, sind allerdings ganz andere Sorten als diejenigen, die lange Transportwege überstehen müssen. Das sind Sorten, die gezüchtet wurden, um besonders robust und langlebig zu sein.
Regionale Beeren: Guter Geschmack, hohe Kosten
"planet e." fragt: Welche Folgen hat unser Beerenhunger? Und – ist ein nachhaltiger Konsum von Beeren überhaupt möglich?
Team
Kamera: Stefan Spoo / Jonas Dress / Peet Zenner
Schnitt: Martin Schillinger / Matthias Andrzejewski
Redaktion: Sabine Meierhöfer
Leitung der Sendung: Cathérine Kipp