ZDFinfo - die Einzeldokus - Giftige Teppiche – Gefahr durch PFAS
- Umwelt
- Dokumentation
- enthüllend
- 10.09.2026
- ZDFinfo
Geruchlos, farblos, hochgiftig und langlebig: sogenannte PFAS-Chemikalien. Das Trinkwasser im US-Bundesstaat Georgia ist stark belastet - und hat viele Anwohner schwer krank gemacht.
Ewigkeitschemikalien des Chemiekonzerns Dupont
In den 1930er-Jahren entwickelt der amerikanische Chemiekonzern Dupont diese sogenannten PFAS: Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Künstliche Chemikalien, die Wasser, Fett und Schmutz abweisen. Sie bauen sich kaum ab und werden deshalb "forever chemicals" genannt – zu Deutsch "Ewigkeitschemikalien".
Spätestens ab den 1970er-Jahren finden sie in Textilien, Anti-Haft-Beschichtungen, Waschmitteln und Kosmetika Verwendung. Die Textil- und Teppichfabriken in Dalton, Georgia, und Umgebung haben über Jahrzehnte PFAS (Per- und Polyfluoralkylsubstanzen) verwendet, um Teppiche schmutz- und wasserabweisend zu machen. Produktionsabfälle und Abwasser wurden oft ungefiltert auf Felder oder in Gewässer geleitet.
Jahrzehntelange Kontaminierung der Umwelt
Viele Unternehmen stellten den Einsatz von PFAS erst ab 2019 ein. Das Fatale: Die Chemikalien bleiben über Jahrzehnte in Umwelt und Körper. Die Reinigung der Gewässer ist kostspielig für Behörden und Gemeinden. Juristische Klagen und politische Debatten über den Einsatz und die Folgen von PFAS dauern an.