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Der VfL Bochum hat in München den Partycrasher gegeben. Im Geburtstagsspiel zum 125-jährigen Bestehen des FC Bayern setzte sich das Kellerkind in Überzahl mit 3:2 durch.
Der VfL Bochum hat in München den Partycrasher gegeben. Im Geburtstagsspiel zum 125-jährigen Bestehen des FC Bayern setzte sich das Kellerkind in Überzahl mit 3:2 durch.
Bundesliga-Primus FC Bayern München ist nach einer Zehn-Mann-Rotation zwischen den großen Champions-League-Duellen mit Bayer Leverkusen aus dem Sieg-Rhythmus gekommen. Beim überraschenden 2:3 (2:1) gegen den VfL Bochum wurde in der Fußball-Bundesliga eine Rote Karte für Mittelfeldspieler João Palhinha nach einem groben Tritt auf das Schienbein von VfL-Profi Georgios Masouras in der 43. Minute zur Schlüsselszene und zum Wendepunkt.
Zeichen im Spiel des Jubiläums
Das Spiel stand ganz im Zeichen des 125-jährigen Münchner Klubjubiläums. Vor dem Anpfiff wurde das 400.000 Mitglied geehrt, die Fanfreundschaft mit dem VfL zelebriert und die neue Bayern-Hymne feierte Premiere. Vincent Kompany war in all dem Trubel und zwischen den beiden Leverkusen-Duellen bemüht, die Konzentration hochzuhalten. Sein Ansatz: Totale Rotation.
Seine runderneuerte Mannschaft brauchte eine knappe Viertelstunde, um sich zu finden. Nachdem Bochum einen Lauf von Serge Gnabry noch eben so gestoppt hatte, rückte der aufmerksame Raphael Guerreiro (14.) nach und traf zur Führung. Nach einem rotwürdigen Foul von Jakov Medic an Leroy Sane vergab Gnabry den Elfmeter, Guerreiro (28.) aber erhöhte per Kopf nach Kopfballvorlage von Thomas Müller. Der Ersatzkapitän ermöglichte Bochum kurz darauf den Anschluss, als er den Ball nach einer Ecke nicht vernünftig klären konnte (31.). Jonas Urbig, der Kapitän Manuel Neuer im Tor vertrat, war bei dem wuchtigen Schuss ohne Abwehrchance.
Notfalleinsatz auf der Tribüne
Kurz darauf wurde es still in der Arena, wegen eines Notarzteinsatzes stellten die Fanlager ihren Support ein. Unten auf dem Rasen hatte die erste Halbzeit noch einen letzten Aufreger parat: Rot gegen Joao Palhinha (43.), der erst den Ball und dann den Knöchel von Georgios Masouras traf.
Beim 2:2 wurde Torschütze Sissoko von Sacha Boey nicht scharf genug bewacht. Guerreiro (58.) vergab freistehend die Gelegenheit zur erneuten Führung, ehe Kompany bei einem Vierfachwechsel (62.) unter anderem Harry Kane und Jamal Musiala brachte. Es folgte ein Münchner Sturmlauf und wütender Protest, als Kane im Bochumer Sechzehner zu Fall kam - vergeblich. Im Gegenzug fiel das 2:3 durch Matus Bero (71.) für das Kellerkind. Die Schlussoffensive der Gastgeber verpuffte wirkungslos.