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Arminia Bielefeld steht im Pokalfinale. Der Drittligist schafft gegen Bayer Leverkusen die Sensation und gewinnt mit 2:1 - und das, man mag es kaum glauben, völlig verdient.
Arminia Bielefeld steht im Pokalfinale. Der Drittligist schafft gegen Bayer Leverkusen die Sensation und gewinnt mit 2:1 - und das, man mag es kaum glauben, völlig verdient.
Arminia Bielefeld hat es tatsächlich geschafft: Als erst vierter Drittligist steht der Traditionsverein aus Ostwestfalen nach dem 2:1 (2:1) gegen Titelverteidiger Bayer Leverkusen im DFB-Pokalfinale in Berlin (24. Mai). Einzigartig ist dies nicht - aber noch keiner der anderen drei Drittligisten im Finale hat es bisher geschafft, den Pokal auch zu holen.
Bielefeld entscheidet Partie vor der Pause
Von Beginn an entwickelte sich ein packender Pokalfight. Leverkusen übernahm die Kontrolle, Bielefeld hielt mit viel Einsatz dagegen. Dennoch nutzten die Gäste eine Ecke zur frühen Führung. Alejandro Grimaldo flankte, Amine Adli verlängerte und Nationalverteidiger Jonathan Tah traf aus kurzer Distanz. Wer nun aber dachte, Leverkusen hätte der Arminia damit den Mut genommen, sah sich getäuscht. Fast im Gegenzug glich Bielefeld aus. Bayers Piero Hincapie legte unfreiwillig vor und Marius Wörl traf platziert ins Eck. Für den 20-Jährigen war es bereits der dritte Treffer im Wettbewerb.
Und die Gastgeber machten weiter: Schon Noah Sarenren Bazee hatte das 2:1 auf dem Fuß. Der Stürmer scheiterte aber frei an Bayer-Keeper Lukas Hradecky, der erstmals in dieser Pokalsaison den Vorzug vor Matej Kovar erhielt. Kurz vor der Pause wurde die Alm dann endgültig zum Tollhaus. Louis Oppie schlug einen perfekten Freistoß und Maximilian Großer drückte den Ball im Sprung über die Linie.
Bielefeld drittem Tor näher als Bayer dem Ausgleich
Auch nach der Pause fand Leverkusen nicht zu seinem Spiel. Bayer 04 bekam kaum Tempo in seine Aktionen und suchte vergeblich nach Lücken in der gut sortierten Bielefelder Defensive. Nervös lief Xabi Alonso in seiner Coachingzone auf und ab. Immer wieder versuchte der Spanier korrigierend einzugreifen. Es half nicht.
Bielefeld war dem dritten Tor lange näher, als Leverkusen dem Ausgleich. Erst in der Schlussphase kamen die Gäste zu gefährlicheren Abschlüssen. Bielefelds Torwart Jonas Kersken und der Pfosten retteten der Arminia jedoch den knappen Vorsprung.