Fast jede fünfte Frau erlebt Gewalt, doch nur 1 von 20 Fällen wird gemeldet. Dunkelfeldzahlen zeigen, wie groß das Problem ist. (Bild zeigt eine abwehrende Hand)
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Häusliche Gewalt: Wie Dominanz und Kontrolle Beziehungen prägen
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Häusliche Gewalt: Wie Dominanz und Kontrolle Beziehungen prägen
  • 11.02.2026

Psychische, körperliche, sexuelle Gewalt: Eine Dunkelfeldstudie zeigt das Ausmaß – fast jede fünfte Frau ist betroffen, nur eine von 20 Taten wird gemeldet. Der Ausstieg aus gewalttätigen Beziehungen gelingt oft erst nach mehreren Anläufen.

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Häusliche Gewalt: Wie Dominanz und Kontrolle Beziehungen prägen

Psychische, körperliche, sexuelle Gewalt: Eine Dunkelfeldstudie zeigt das Ausmaß – fast jede fünfte Frau ist betroffen, nur eine von 20 Taten wird gemeldet. Der Ausstieg aus gewalttätigen Beziehungen gelingt oft erst nach mehreren Anläufen.

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Häusliche Gewalt: Verzerrte Geschlechterrollen mit fatalen Folgen

Jede fünfte Frau und jeder siebte Mann erlebt einmal in seinem Leben häusliche Gewalt – und nur ein Bruchteil der Fälle wird gemeldet. Das Bundeskriminalamt registrierte zuletzt 187.000 Übergriffe auf Frauen, Tendenz steigend. Die Geschichten von Alice und Aissatou zeigen, wie tief Angst und Scham sitzen. Forschende sehen die Ursachen in sexistischen und antifeministischen Haltungen sowie in Männlichkeitsbildern, die Dominanz begünstigen. Anti-Gewalt-Trainings und Frauenhäuser bieten Unterstützung, doch der Weg aus dem Gewaltkreislauf gelingt oft erst in mehreren Schritten.

Kipppunkte: Wenn das Klima aus dem Gleichgewicht gerät

Rekordhitze, Flutkatastrophen und extreme Wetterereignisse sind mittlerweile jedes Jahr zu beobachten. Forschende warnen: Schmelzendes Grönlandeis, tauender Permafrost, sterbende Korallenriffe und die Entwaldung im Amazonas könnten Kipppunkte triggern und unumkehrbare Klimaveränderungen auslösen. Wann das der Fall sein wird, ist schwer zu sagen. Doch jetzt warnen Forscher in einer neuen Studie: Viele Teile des Klimasystems sind Kipppunkten schon sehr nahe. Sie könnten früher überschritten werden als bislang gedacht.

Mit Gesprächsgast: Nico Wunderling, Potsdam Institut für Klimafolgenforschung

Energiefresser: Wie Rechenzentren von Tech‑Giganten Irlands Stromnetz strapazieren

Irland ist dank niedriger Steuern zum europäischen Paradies für US‑Technologiekonzerne geworden. Die Kehrseite der Entwicklung: Die vielen Rechenzentren rund um Dublin belasten das Stromnetz erheblich. Datencenter verbrauchen bereits 22 Prozent des nationalen Stroms, bis 2034 könnten es 31 Prozent sein. Trotz Ausbau der Offshore-Windkraft bleibt das Land auf fossile Energien angewiesen. Die Regierung fordert daher mehr Investitionen in erneuerbare Quellen und eine intelligente Nutzung der Abwärme, um die Versorgung umweltschönender in den Griff zu bekommen.

Voller Geheimnisse: Die Megalithkultur der Bretagne

Neue Ausgrabungen in der Bretagne zeigen: Die die 6000 Jahre alte Megalithkultur war deutlich komplexer, als lange angenommen. Neben kunstvoll behauenen Steinen entdeckten Forschende die Reste eines rund 20 Meter hohen Holzbaus – vermutlich ein kultischer Ort. Die Anlagen belegen enorme gemeinschaftliche Arbeitsleistungen und kulturelle Vernetzung: Symbole und Jadeit-Beile, die in West‑ wie Osteuropa auftauchen, weisen auf weiträumige Kontakte und gemeinsame Vorstellungen hin.

Moderation: Ingolf Baur

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