Ein humanoider Roboter arbeitet in einer dunklen, futuristischen Autofabrik mit einem Werkzeug an einer schwarzen Fahrzeugkarosserie. Im Hintergrund sind weitere Roboter und ein orangefarbener Industrieroboter zu sehen.
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Dark Factories: Die Roboter sind bereit - wir auch?
  • 30.04.2026

Roboter, KI, nahezu menschenleere Hallen: Bei BYD rollen Autos im Minutentakt vom Band. Während Deutschland hinterherhinkt, zeigt China die automatisierte Realität. Wenn KI die Fertigung übernimmt – welche Arbeit bleibt für uns?

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Dark Factories: Die Roboter sind bereit - wir auch?

Roboter, KI, nahezu menschenleere Hallen: Bei BYD rollen Autos im Minutentakt vom Band. Während Deutschland hinterherhinkt, zeigt China die automatisierte Realität. Wenn KI die Fertigung übernimmt – welche Arbeit bleibt für uns?

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Dark Factories: schafft KI die Arbeit ab?

Dark Factories werden Fabriken genannt, in der die Produktion komplett automatisiert ist. Schließlich brauchen Roboter und KI-Systeme nicht unbedingt Licht. Ihnen gehört die Zukunft heißt es. Menschenleere Fabriken könnten in 15 Jahren Normalität sein, erklären Experten. Auch in Deutschland.

In China zeigen Dark Factories wie bei BYD, wie weit Automatisierung schon ist: Roboter und KI bauen dort im Minutentakt Autos – fast ohne Menschen. Über eine halbe Million Fahrzeuge entstehen so jedes Jahr. In Deutschland braucht VW für die gleiche Stückzahl 30.000 Mitarbeiter. doch der Druck wächst. Die Vision der menschenleeren Fabrik rückt näher, weil KI erstmals komplexe Arbeitsschritte übernehmen kann. Die Transformation läuft – und die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob KI die Arbeitswelt verändert, sondern wer diese Technik steuert und wer am Ende wirtschaftlich davon profitiert.

Herdenschutz mit Jagdgewehr?

Swen Keller ist Schäfer aus Überzeugung. Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld pflegen seine Schafe und Ziegen die Landschaft – lange Zeit unbedroht vom Wolf. Doch mit der Rückkehr des Beutegreifers änderte sich vieles: Trotz gängiger Zäune riss ein Wolf frisch geborene Kälber, und Keller erkannte, dass sich Herdenschutz grundlegend wandeln muss. Heute setzt er auf Zäune und Hunde. Die Politik dagegen meint, die Wölfe müssten im Bestand reguliert werden, um künftig Risse zu vermeiden. Durch ein neues Gesetz, darf der Wolf jetzt bejagt werden. Doch Studien aus Europa und den USA zeigen: Die Jagd auf Wölfe verhindert Nutztierrisse nicht! Zudem gibt es Hinweise darauf, dass der Wolf wertvoll ist für den Wald. Als Teil dieses Ökosystems könnte er kostspielige Schäden, die durch Wild-Verbiss entstehen, verhindern.

Mit Gespräch: Gesa Kluth, Lupus Institut für Wolfsmonitoring und -Forschung, Spreetal

NS-Verbrechen als Spiel: Erinnerung interaktiv

Akten wälzen, Vermerke lesen, Zeugenaussagen auswerten – was nach historischer Ermittlungsarbeit klingt, ist das zentrale Element des Computerspiels The Darkest Files Das gestern als bestes deutsches Computerspiel ausgezeichnet wurde. Spielerin-nen und Spieler schlüpfen in die Rolle der Staatsanwältin Esther Katz, die in den 1950er-Jahren in Frankfurt im Umfeld von Generalstaatsanwalt Fritz Bauer national-sozialistische Verbrechen untersucht. Die Figuren sind überwiegend fiktiv, die Fälle jedoch an reale Verbrechen angelehnt und verweisen auf den schwierigen juristischen und gesellschaftlichen Umgang mit der NS-Vergangenheit in der frühen Bundesrepublik. In einer Zeit, in der laut Studien zunehmend ein „Schlussstrich“ unter die NS-Vergangenheit gefordert wird, setzt das Spiel bewusst auf Auseinandersetzung statt Verdrängung und erinnert daran, dass Aufklärung und Erinnerung keine abgeschlossenen Kapitel sind.

Moderation: Ingolf Baur