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Pokrowsk und Huljajpole stehen im Fokus neuer russischer Angriffe. Selenskyi steht wegen eines neuen Korruptionsskandals unter Druck. Die Auswirkungen auf den Ukraine-Krieg bei ZDFheute live.
Pokrowsk und Huljajpole stehen im Fokus neuer russischer Angriffe. Selenskyi steht wegen eines neuen Korruptionsskandals unter Druck. Die Auswirkungen auf den Ukraine-Krieg bei ZDFheute live.
Russland setzt in der Ukraine seit Monaten auf eine Kombination aus Luftangriffen und dem Beschuss lokaler Versorgungswege. Außerdem im Visier: ukrainische Drohnen und jetzt auch ihre Piloten.
Zurzeit trifft es vor allem die Stadt Pokrowsk in der Region Donezk und Huljajpole in der Region Saporischschja. Sobald Lücken in der Front entstehen, rücken russische Einheiten in kleinen Gruppen vor und erzwingen Rückzüge. Nach Angaben des ukrainischen Militärs nutzen russische Kräfte das schlechte Wetter, um zwischen ukrainische Stellungen vorzudringen. Mehrere kleinere Ortschaften nordöstlich von Huljajpole wurden eingenommen, weitere Gebiete werden weiterhin umkämpft.
Die Ukraine hat währenddessen auch innenpolitisch zu kämpfen: Ein neuer Korruptionsskandal setzt Präsident Selenskyi unter Druck. Der Justizminister Haluschtschenko und der Energieministerin Hyrntschuk traten nach dem Vorwurf millionenschwerer Schmiergeldzahlungen zurück. Ermittlungen gegen weitere hochrangige Regierungsmitglieder laufen.
Wie verändert die russische Anti-Drohnen-Strategie den Kampf um Städte wie Pokrowsk und Huljajpole? Wie wirken sich die aktuellen Wetterbedingungen auf die russischen Vorstöße und die ukrainische Verteidigung aus? Und wie kann die Ukraine personell gegenhalten? Darüber spricht Christian Hoch mit Oberst Markus Reisner bei ZDFheute live. Außerdem dabei: ZDF-Reporterin Anne Brühl in Kiew.
Wie die Ukraine Russland schwächen will
Seit Wochen greift die Ukraine immer wieder die russische Energieinfrastruktur an. Mehrere Drohnenangriffe sorgten in den russischen Grenzregionen für Strom- und Heizungsausfälle. Dabei waren in der westrussischen Region Belgorod etwa 20.000 Haushalte betroffen. Auch in Kursk kam es zu ukrainischen Angriffen auf eine Energieanlage. Insgesamt sollen mehr als 200.000 Menschen in Russlands Grenzregionen ohne Strom gewesen sein.
Ein besonderer Fokus der ukrainischen Armee liegt vor allem auf russischen Ölraffinerien und weiteren Anlagen, die essenziell für den russischen Ölhandel sind und damit auch eine große Einnahmequelle für Putin darstellen.
Neben den ukrainischen Drohnenangriffen wirken sich auch die zunehmend schärferen Sanktionen aus der EU auf Russlands Ölindustrie aus. Russland spürt diese Einschränkungen laut Experten immer mehr, bliebt aber auch wegen der Schattenflotte und Reserven noch immer handlungsfähig.
Unser Podcast
Unsere Ukraine-Updates gibt's auch im wöchentlichen Podcast "Militär & Macht - Die Analyse". Alle Folgen findet ihr hier: https://kurz.zdf.de/LlT6h/