20.000 Gäste von außerhalb erwartet
Tatsächlich haben viele Einheimische lange Zeit kaum eine Vorstellung davon, was sie beim Katholikentag – besser gesagt an den fünf katholischen Tagen – erwartet. Nur 20 Prozent der Menschen in Erfurt sind getauft, nur sechs Prozent katholisch. Die rund 500 Veranstaltungen sollen deshalb auch diejenigen ansprechen, die nicht religiös sind. Aber es werden auch 20.000 Gäste von außerhalb in der Stadt erwartet. Die von ihnen, die übernachten, sollen unter anderem bei Erfurterinnen und Erfurtern zuhause unterkommen.
Veranstaltungen könnten für viele interessant werden
Den Erfurter Dom – das Epizentrum des Katholikentags – hat Familie Masch in direkter Nachbarschaft. Das ist aber momentan auch ihr einziger Berührungspunkt zur Kirche. Der Blick vom Balkon auf den Dom sei „Championsleague“, sagt Stefan Masch (44). Die regelmäßigen Veranstaltungen und Konzerte auf dem Domplatz gehören für die Familie wie selbstverständlich dazu. Als Nächstes wird hier die Katholikentagsbühne aufgebaut, auch dieses Event wollen sie sich geben. Die „schwer kirchlichen“ Veranstaltungen des Katholikentages seien nichts für sie, sagt Max (20), aber die Podien und Kulturevents könnten durchaus interessant werden.
Wie werden Anika, Christoph und Familie Masch die wilden Tage in der Stadt erleben? Können sie der Veranstaltung etwas abgewinnen, sogar Neues für sich mitnehmen? Oder schreckt das kirchliche Angebot am Ende doch ab?