Pflege, die Freiheit bedeutet - Karen Hensel: Selbstbestimmt leben mit Assistenz
Karen Hensel kann nicht sprechen und sich nicht bewegen. Dank der Unterstützung einer 24-Stunden-Assistenz lebt sie mit ihren beiden Hunden ein selbstbestimmtes Leben in ihrer Wohnung.
Doch erst Jahre später, als junge Erwachsene, lernte Karen Hensel, sich mit Worten auszudrücken – dank eines Computerprogramms, das ein Informatikstudent für sie schrieb. Inzwischen hat sich die Technik weiterentwickelt. Heute kommuniziert Karen Hensel über einen sogenannten Talker: Das ist ein spezieller Monitor mit Tastaturfeld. Mit ihren Augen steuert sie jeden Buchstaben einzeln an und formt daraus Worte, Sätze, schließlich ganze Texte, die wiederum von einer computergenerierten Stimme in die Lautsprache übersetzt werden.
Über den Talker organisiert Karen Hensel ihren Alltag, verwaltet ihre Finanzen, erledigt ihre Korrespondenz und gibt ihren Assistenten Anweisungen. "Sie ersetzen meine Arme und Beine, doch ich bin das Gehirn, ich treffe die Entscheidungen!", beschreibt Karen Hensel die Zusammenarbeit. Bei Auswärtsterminen bleibt der Talker zu Hause. Dann ist Karen Hensel auf die Unterstützung der Assistenten angewiesen, um mit anderen zu kommunizieren.