Clever Reisen: Bewusst unterwegs - Trips vor der Haustür
In Kopenhagen hat der Klimaschutz den Tourismus erreicht. CopenPay heißt das Programm, das Reisende belohnt, die der Umwelt etwas Gutes tun – und damit auch ihrem Reiseziel. Wer klimafreundlich anreist, Müll sammelt oder Rad fährt, bekommt dafür vergünstigte oder sogar kostenlose Erlebnisse: Bei GoBoat zum Beispiel winkt eine kostenlose Bootsfahrt in den Kanälen. Positive Aktionen ersetzen traditionelles Sightseeing. Bei Tropical Bikes gibt es Rabatt auf Leihräder. Und an heißen Tagen lockt ein unterirdisches, ehemaliges Wasserreservoir – heute ein Kunstraum: freier Eintritt für alle mit wieder verwendbaren Trinkflaschen. "Unser Ziel ist es nicht nur, CopenPay als Konzept zu verbreiten, sondern einen globalen Wandel im Tourismuserlebnis anzustoßen", sagt Rikke Holm Petersen von der Stadt Kopenhagen.
Badeurlaub in Wien? Erholung mitten in einer Millionenmetropole? Das Strandbad Gänsehäufel macht es möglich - auf einer Insel in der Alten Donau. Und das schon seit bald 120 Jahren. Wer eine sogenannte Kabane ergattert hat, verbringt oft den ganzen Sommer im Strandbad - wie Rentner Günther Krec mit seinem Partner Romano Morossi. Die kleinen Hütten mit Terrassen bieten Schatten und Gemeinschaft, Entspannung und Ersparnis. "Das, was man hier für eine Saison zahlt", sagt Günther Krec, "zahlt man sonst für eine Woche Urlaub."
Im sächsischen Freibad Kegelsberg machen sie es den Österreichern nach: Claudia Curths von der Gelenauer Wohnungsgesellschaft vermietet rustikale Blockhütten direkt am Schwimmbeckenrand. Bald kommen moderne, nachhaltige Tiny Houses - Minihäuser - dazu. Ganz nach dem Motto: Mehr Urlaub für weniger Geld!