Unterstützung bekommen sie von Architekt Van Bo Le-Mentzel. Der Berliner gilt als Vordenker für kluges Wohnen auf kleinem Raum. Er selbst lebt mit seiner Frau und drei Kindern auf 90 Quadratmetern. Mit seinem Wohnungsbau-Unternehmen "Gemeinwohlbau" entwickelt der 49-jährige neue Modelle für gemeinschaftliches und bezahlbares Wohnen. Laura und Konstantin schlägt er vor, mit einem selbst gebauten Raumteiler neue Rückzugsräume zu schaffen. Einziges Manko: Die beiden bringen wenig handwerkliche Vorerfahrung mit. Gelingt der Plan, die kleine Wohnung im DIY-Projekt familientauglich umzubauen?
Für Kim Kaldasch beginnt die Suche dort, wo andere aussortieren. Für ihren Vintage-Shop "Schönes Ding" in Haan sucht sie nach Möbeln aus den 60er-Jahren, die sie dann mit ihrem Team in liebevoller Handarbeit wiederaufarbeitet. So wird aus dem vermeintlichen Sperrmüll ein Möbelstück mit Geschichte, das nochmal 60 Jahre hält – ein Gegenentwurf zur Wegwerfgesellschaft.
Warum etwas kaufen, das man nur wenige Male im Jahr benutzt? Genau diese Frage stellte sich auch Najine Ameli. Erst schrieb sie eine Doktorarbeit über "Bibliotheken der Dinge", dann gründete sie in Bochum selbst eine. In der "bib der dinge" können Mitglieder für 100 Euro Jahresbeitrag fast alles ausleihen: von Bohrmaschine über Schokobrunnen und Kindersitz bis hin zu Nähmaschine und Fitnessgeräten. Ihr Antrieb: Neuanschaffungen vermeiden, stattdessen mehr gemeinsam nutzen statt besitzen – das spart Geld, Platz und Rohstoffe.