Greenwashed? - LEGO: Wie grün sind die bunten Steine?
Doch wieviel Bio steckt in diesem Bioplastik? Umweltreporter Sherif Rizkallah hat sich in Brasilien umgeschaut - dort, wo das Zuckerrohr für LEGOs Steinchen angebaut und zu Bio-Plastik weiterverarbeitet wird. Taugt diese Alternative? Und ist sie skalierbar? LEGO jedenfalls möchte den Anteil nachhaltiger Materialien kontinuierlich ausbauen.
CO2-Reduktion als Konzernziel
Reicht das für echten Klimaschutz? Das Familienunternehmen aus dem dänischen Billund ist gemessen am Umsatz zum größten Spielwarenhersteller der Welt aufgestiegen. Ein Grund: LEGO ist längst dem Kinderzimmer entwachsen und – auch - zu einem Luxusartikel für Erwachsene geworden.
Luxus-Artikel LEGO: Immer größer - immer teurer
Reporter Sherif Rizkallah jedenfalls liebäugelt mit dem Todesstern aus Star Wars, zögert aber angesichts des Preisschilds von 999,99 Euro. Auch Lizenzen für die "Harry Potter"-Welt, das Marvel-Universum oder demnächst "KPop Demon Hunters" füllen bei LEGO die Kasse. Und natürlich wartet die Fanbase gespannt auf Minas Tirith, die mächtige Festung Gondors aus Tolkiens "Herr der Ringe". Mit erwartet 8278 Teilen einer der jemals größten LEGO-Bausätze.
Mit anderen Worten: Jede Menge neue Steine, deren Produktion jede Menge klimaschädliches CO2 erzeugt. Kann Plastikspielzeug überhaupt nachhaltig sein - oder ist es ein Fall von Greenwashing?
Team
Kamera: Leonard Bendix, Eduardo Duwe, Felix Korfmann, Johannes Köhler
Schnitt: Henrik Eichmann
Redaktion: Carsten Meyer, Michaela Sesterhenn
Leitung der Sendung: Cathérine Kipp