Meer Crime - Oktopus in Gefahr - Spurensuche rund ums Mittelmeer
- Gesellschaft
- Reportage
- hintergründig
- 24.10.2025
- ZDF
Der Oktopus gilt als Delikatesse – ob gegrillt, gekocht oder als Calamares. Doch die steigende Nachfrage hat Folgen: In mehreren Regionen Europas gilt der intelligente Kopffüßer bereits als überfischt.
Calamares - Aus spanischen Gewässern in die Welt
Ein Team von "planet e." begibt sich auf eine investigative Reise entlang der Küsten Europas und Afrikas.
In Galizien, Nordwestspanien, befinden sich mehrere große Fischverarbeitungsbetriebe, die Oktopusse zerlegen, einfrieren und für den internationalen Markt – auch für Deutschland – vorbereiten. Der Fang unterliegt strengen Regulierungen, denn die natürlichen Bestände schrumpfen rapide. Um die hohe Nachfrage zu decken, greifen die Fabriken zunehmend auf Importe aus afrikanischen Gewässern zurück.
Irrweg Aquakultur
Im Mittelmeer wird der Gemeine Krake (Octopus vulgaris) vielerorts gefangen. In Griechenland etwa kommen spezielle Plastikfallen zum Einsatz, die an kilometerlangen Grundleinen auf dem Meeresboden liegen. Ein lokaler Fischer zeigt dem Kamerateam, dass die Ausbeute immer geringer wird – eine direkte Folge der Überfischung.
Maritimes Ökosystem in Gefahr
Könnte die Rückkehr der Oktopusse die Lösung sein? Eine Organisation aus Österreich testet genau das vor der kroatischen Insel Krk. Dort untersuchen Forschende, ob sich Kraken in künstlichen Höhlen ansiedeln, vermehren und langfristig zur Stabilisierung des Ökosystems beitragen können. Die Versuche stehen noch am Anfang, doch die Hoffnung ist groß: Ein nachhaltiges Modell für den gesamten Mittelmeerraum könnte entstehen.
Team
Kamera: Julia Weingarten
Schnitt: Olaf Nohr
Redaktion: Andreas Ewels
Leitung der Sendung: Cathérine Kipp