Sind Quallen gefährlich?
Die giftigste Qualle ist die australische Seewespe. Sie lebt vor der Küste Australiens und im westlichen Pazifik. In ihren Nesselkapseln ist das Gift, das auch für Menschen tödlich sein kann. Es gibt ein Gegengift, das nach einem Stich schnell gegeben werden muss. Auch im Mittelmeer gibt es eine giftige Quallenart, die Portugiesische Galeere. Sie hat ein starkes Gift in den Tentakeln und kann damit kleine Fische sofort töten. Bei Menschen kann das Gift offene Wunden, Übelkeit und Erbrechen verursachen, doch Todesfälle sind sehr selten. Zum Schutz für die Badegäste werden die Strände aber meistens gesperrt, wenn diese giftigen Quallenarten auftauchen.
Wie gefährlich sind die Quallen in der Nord- und Ostsee?
Die Quallen, die ihr vielleicht schon an der Nord- oder Ostseeküste gesehen habt, sind nicht so gefährlich. Die Ohrenqualle Aurelia ist durchsichtig mit rosa oder lilafarbenen Ringen auf der Oberseite. Diese Quallenart ist völlig harmlos und macht dem Menschen auch bei Berührung nichts. Außerdem gibt es noch die Feuerqualle. Diese kann Hautverletzungen verursachen. Wer mit einer Feuerqualle in Berührung kommt, hat ein ähnliches juckendes und brennendes Gefühl, wie beim Kontakt mit einer Brennnessel. Bei empfindlichen Menschen kann die Haut an der Stelle auch anschwellen und stark jucken.
Erste Hilfe bei einem Quallenstich
Wer von einer Qualle gestochen wurde, sollte sofort aus dem Wasser gehen. Oftmals kleben die Tentakeln der Qualle noch an der Haut. Diese entfernt man am besten mit Sand, Rasierschaum oder Backpulver. Auf keinen Fall mit einem Handtuch, Süßwasser oder der bloßen Hand. Weil es dadurch noch schlimmer werden würde. Wenn die Haut von den Tentakeln befreit ist, dann hilft kühlen und desinfizieren. Um den Schmerz zu lindern, kann die Haut auch mit Essig gewaschen werden. Wer sich nach einem Quallenstich komisch fühlt oder Kreislaufprobleme bekommt, muss sofort einen Arzt aufsuchen.