Uli Kunz im Dialog mit der Weltkugel vor Küstenlandschaft
Kunz und die Welt
Neue Folge
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Kunz und die Welt - Geisternetz-Jäger und Vogelnot

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Geisternetz-Jäger und Vogelnot

Plastikmüll bedroht die Ozeane – und die Welt dreht durch. "Terra X"-Moderator Uli Kunz und sein Team bergen mit Verfahren, die inzwischen von KI-Technologie unterstützt werden, Geisternetze aus der Ostsee.

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Geisternetz-Jäger und Vogelnot

Plastikmüll bedroht die Ozeane – und die Welt dreht durch. "Terra X"-Moderator Uli Kunz und sein Team bergen mit Verfahren, die inzwischen von KI-Technologie unterstützt werden, Geisternetze aus der Ostsee.

Und auch auf Helgoland wird klar: Basstölpel, die größten Seevögel an der deutschen Küste, verheddern sich häufig in Plastikfäden, die sie in ihre Nester einbauen. Viele Jungtiere sterben qualvoll. Doch es gibt Alternativen, auf die Fischer setzen können, um Plastikmüll zu vermeiden und das Leben der Meeresbewohner schützen. Die dritte Folge "Kunz und die Welt" macht deutlich, wie globale Probleme und lokale Initiativen zusammenhängen – und warum jeder Beitrag zählt, um die Meere zu retten. Und was sagt die Welt zu alledem?
Der Countdown läuft …

"Der Laden brennt immer noch an vielen Stellen" – Interview mit Uli Kunz

Uli, wie war es für Dich? Vermisst Du die Erde schon, wenn sie jetzt nicht in Deiner Nähe ist?
Unbedingt! Auch wenn mir ihre nörgelnde Art natürlich total auf die Nerven geht. Und diese Besserwisserei … Aber andererseits liebe ich sie sehr, unsere Welt: so bunt, so einzigartig, so vielfältig – einfach großartig! Und es gibt sie ja, die Menschen, die diese Schönheit unseres Planeten auch erhalten wollen. Deshalb will ich ja DRINGEND gemeinsam mit der Welt zu diesen Menschen reisen! Die Nörgelei werde ich dabei dann wohl aushalten müssen …

Du nimmst es also mit Humor. Humor ist auch das Besondere an dieser ungewöhnlichen "Doku-Comedy" oder dieser etwas anders erzählten "Klima-Doku-Reihe". Ist die Lage nicht zu ernst, um Quatsch zu machen?
Quatsch? Wieso Quatsch? Das ist alles bierernst. Denkt zumindest die Welt. Aber sie hat ja Recht. Schließlich hat sie 'ne Krise: Kahle Stellen, Hitzewallungen, nervender Weltraumschrott. Da würde mir auch die Hutkrempe platzen. Oder wie heißt das? Aber ich sag ihr immer, wir müssen die Küche in der Kirche lassen und nicht gleich durchdrehen. Einen Schritt nach dem anderen, dann können wir zusammen was reißen!

Du bist Meeresbiologe, Forschungstaucher, "Terra X"-Moderator und jetzt auch Schauspieler – was braucht man, um die Welt zu retten?
Viel Geduld und wissenschaftlich fundierte Naturschutzprojekte sind da geeignet. Wir sind ja schon seit Langem dabei, pflanzen Seegras an oder holen Geisternetze aus dem Wasser. Aber der Welt muss ich da nix vormachen: Der Laden brennt ja immer noch an vielen Stellen. Das wird eine Weile dauern, bis die Erde sich davon erholt.

Was denkst Du, wird die Erde sich von uns trennen – oder gibt sie uns noch eine Chance?
Unsere KI-Therapie läuft … langsam. Schleppend. Daher bin ich skeptisch . Aber soll ich jetzt wie jede banale Öko-Doku-Sendung enden mit "die Hoffnung stirbt zuletzt"? Vergesst es. Dafür habe ich keine Zeit. Ich muss los. Die Welt retten.

Die Fragen stellte Katharina Kohl (Redaktion "Terra X").