Rechts im Bild: Ian trägt eine schwarze Jacke und eine blaue Mütze und schaut in die Kamera. Links: Ian im Krankenbett an diverse Geräte angeschlossen und zeigt mit beiden Händen jeweils das Peace Zeichen.
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  • 14.04.2026

Speiseröhrenkrebs mit 20: Als Ian diese Diagnose erhält, ist er geschockt. Schnell ist klar, der Tumor muss in einer Operation entfernt werden. Doch der Eingriff verläuft anders als erwartet.

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Speiseröhrenkrebs mit 20: Als Ian diese Diagnose erhält, ist er geschockt. Schnell ist klar, der Tumor muss in einer Operation entfernt werden. Doch der Eingriff verläuft anders als erwartet.

Im August 2023 begannen bei dem damals 20-jährigen Ian im Kroatienurlaub plötzlich Schluckbeschwerden. Obwohl sich die Symptome in Deutschland drastisch verschlimmerten – er verlor stark an Gewicht, war extrem erschöpft und spuckte schließlich sogar Blut –, ging sein Hausarzt zunächst von einer harmlosen Gastritis aus. Auch Ian selbst ignorierte die Warnsignale anfangs wegen eines neuen Jobs. Erst im Januar 2024 brachte eine Blutuntersuchung die schockierende Gewissheit: Ian litt an Speiseröhrenkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Eine Diagnose, die in diesem jungen Alter extrem selten ist.

Für eine spezialisierte Behandlung an der Charité zog Ian umgehend nach Berlin. Damit ging für ihn paradoxerweise ein langersehnter Lebenstraum in Erfüllung. Einer kräftezehrenden Chemotherapie, während der er so viel Normalität und Lebensfreude wie möglich zu wahren versuchte, folgte ein massiver chirurgischer Eingriff. Weil der Tumor bereits diffus in benachbarte Organe gewachsen war, mussten Ian in einer achtstündigen Operation rund 80 Prozent seines Magens und seiner Speiseröhre entfernt werden.

Die Zeit danach beschreibt er als Albtraum: Geplagt von starken Schmerzen, schlimmsten Krämpfen und ständiger Übelkeit bei jeder kleinsten Nahrungsaufnahme, magerte er auf gut 40 Kilogramm ab. Erst eine zweite rettende Operation und die aufopferungsvolle Pflege seiner Mutter brachten eine Wende. Ian musste das Essen und Trinken völlig neu erlernen. Heute, im Alter von 22 Jahren, hat er sich ins Leben zurückgekämpft. Er nimmt täglich sieben bis acht kleine Mahlzeiten zu sich, geht wieder ins Fitnessstudio und genießt kleine Freiheiten wie das Schwimmengehen. Seine traumatischen Erfahrungen nutzt Ian nun, um auf Social Media aufzuklären und anderen Mut zu machen. Aktuell plant er zudem Vorträge und ein Buch – mit dem täglichen Ziel, die Krankheit und seinen Körper bedingungslos lieben und akzeptieren zu lernen.