Lisabell Shewafera ist frontal im Bild zu sehen, sie trägt ein grünes Oberteil und hebt leicht die Hände, als würde sie eine Frage erläutern. Hinter ihr sind großformatige Aufnahmen von eingesteckten Netzwerkkabeln und Steckverbindungen eingeblendet, die die technische Grundlage von Internetanschlüssen zeigen. Die grafische Gestaltung mit roten Elementen unterstreicht das Thema rund um teure Glasfaser-Technologie.
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  • 17.08.2026

Egal ob DSL, Kabel oder Glasfaser – ohne Internetanschluss geht nichts mehr. Allerdings müssen wir für einen schnellen Netz-Zugang vergleichsweise viel zahlen. Was macht Glasfaser-Internet so teuer?

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Die Deals mit unserem Internetanschluss

Egal ob DSL, Kabel oder Glasfaser – ohne Internetanschluss geht nichts mehr. Allerdings müssen wir für einen schnellen Netz-Zugang vergleichsweise viel zahlen. Was macht Glasfaser-Internet so teuer?

Ohne Internet geht heute nichts mehr – und das lassen sich viele Anbieter von Festnetz-Internetverträgen gut bezahlen. Zumindest könnte man das meinen, wenn man sich aktuelle Zahlen anschaut: Deutschland belegt in einigen Rankings Spitzenplätze, wenn es um Preise für Festnetz-Internet geht. Besonders für schnelles Glasfaser-Netz müssen wir hierzulande vergleichsweise tief in die Tasche greifen.
Deshalb will Reporterin Lisabell Shewafera in dieser Folge von „DEALS“ herausfinden: Wer macht das Geschäft mit unserem Internetanschluss? Dafür trifft sie Branchenexperten und Geschäftsführer von Internetanbietern, die ihr einen Einblick in den komplexen Markt geben. Beim wem landet das Geld, das wir jeden Monat für unseren Zugang zum Internet zahlen?

DSL seit Jahren beliebteste Anschlussart

Um von zuhause aus bequem ins Netz zu kommen, nutzen die meisten Menschen in Deutschland eine von drei Technologien: Koaxialkabel, Glasfaser oder einen DSL-Anschluss über das Kupfernetz. Obwohl das Glasfasernetz – die modernste und schnellste Breitband-Technologie – zwar zunehmend ausgebaut wird, nutzen immer noch rund 60 Prozent der Kund*innen den guten alten DSL-Anschluss.
Die Mehrheit der Haushalte bezieht ihr Internet also über das Kupfernetz, das ursprünglich für die Übertragung von Telefonsignalen gebaut wurde und seit der Privatisierung der Bundespost Mitte der 90er Jahre der Deutschen Telekom gehört.

Telekom dominiert den Markt

Die Telekom ist auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt mit einem Marktanteil von rund 41 Prozent im Bereich Breitband unangefochtene Marktführerin. Zum Vergleich: Ihr größter Konkurrent Vodafone hält rund 27 Prozent Marktanteil auf dem deutschen Breitbandmarkt.
Diese Spitzenposition konnte die Telekom vor allem durch die Vermarktung des Kupfernetzes erreichen, denn: Seit Jahren verdient sie sowohl über Direktkunden als auch über Wettbewerber, die das Kupfernetz der Telekom nutzen. Die Dortmunder Stadtwerkstocher DOKOM 21 zum Beispiel zahlt der Telekom für die Nutzung der Kupfernetze eine Miete, um ihre eigenen Kund*innen bedienen zu können.
Doch die Zukunft des Breitband-Marktes ist nicht DSL, sondern Glasfaser. Reporterin Lisabell spricht mit Timo von Lepel, Geschäftsführer des Telekom-Wettbewerbers NetCologne, um herauszufinden, welche Rolle die Marktmacht der Telekom beim Netzausbau spielt und erfährt von Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Jan Krämer was sich wirklich verändern müsste, damit die Internetpreise in Deutschland spürbar sinken.