Lukas Klepsch steht rechts im Bild und blickt mit leicht fragender Geste in die Kamera, die Hände geöffnet. Links ist ein Paketbote zu sehen, dessen Gesicht von mehreren gestapelten Kartons verdeckt wird, darunter ein großes Paket mit der Aufschrift „Fragile“. Pinke grafische Elemente überlagern das Bild und erzeugen eine dynamische, magazinartige Optik.
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Die Deals mit Paketen
  • 10.08.2026

Milliarden Pakete pro Jahr sind unterwegs, weil wir gerne online shoppen. Die Paketbranche boomt. Aber nicht alle auf dem Markt profitieren davon. Deals zeigt, wer gewinnt - und wer verliert.

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Die Deals mit Paketen

Milliarden Pakete pro Jahr sind unterwegs, weil wir gerne online shoppen. Die Paketbranche boomt. Aber nicht alle auf dem Markt profitieren davon. Deals zeigt, wer gewinnt - und wer verliert.

Die Transporter von DHL, Hermes, DPD, GLS, UPS und Amazon – man sieht sie überall. Die Paketbranche wächst. Gleichzeitig gibt es aber immer wieder Schlagzeilen zu miserablen Arbeitsbedingungen von Zustellerinnen und Zustellern.
Also: Paket-Boom auf der einen Seite und Ausbeutung auf der anderen? Wer macht sich auf Kosten der Paketboten die Taschen voll? Wer macht den großen Deal mit Paketen?

Knochenjob Paketzusteller

Dieser Frage geht Reporter Lukas Klepsch in dieser Folge von DEALS, einer Doku-Reihe von ZDF WISO, nach. Er blickt hinter die Kulissen der Paketbranche und spricht mit Zustellerinnen und Zustellern. Sie erzählen von unbezahlten Überstunden, unfairen Lohnabzügen und immer größeren Paketmengen, die sie unter Zeitdruck ausliefern müssen.
Lukas erfährt dabei auch:  Viele Zustellerinnen und Zusteller arbeiten gar nicht direkt für den Paketdienst, dessen Logo sie auf ihrer Arbeitskleidung oder dem Transporter haben.

Paketdienste setzen auf Subunternehmer

Amazon, Hermes, DPD und GLS beschäftigen keinen einzigen Zusteller selbst. Stattdessen setzen sie auf viele verschiedene Subunternehmen. So wird ein Depot teilweise von mehreren, meist kleineren Subunternehmen angefahren. Diese übernehmen dann die „letzte Meile“, also die Auslieferung vom regionalen Depot bis an unsere Haustür.

Schlecht bezahlt für harte Arbeit

Das Problem: Tarifverträge oder Betriebsräte wie bei den Paketdiensten selbst gibt es bei den Subunternehmen in der Regel nicht. Für die Zustellerinnen und Zusteller, die für Subunternehmen arbeiten, bedeutet das: Laut einer ver.di-Studie verdienen sie im Monat 500 Euro weniger als Zusteller mit Tarifvertrag – und sie arbeiten auch wesentlich länger, im Schnitt 50 Stunden in der Woche. Teilweise wird diese Mehrarbeit nicht angerechnet oder bezahlt, so dass Zusteller nicht selten weniger als den Mindestlohn verdienen.
Obwohl die Subunternehmer-Strukturen in der Branche schwer durchschaubar sind, gelingt es Lukas, in Kontakt mit einem Unternehmer zu kommen. Er berichtet von einem enormen Kostendruck, steigenden Anforderungen und der ständigen Sorge, seinen Betrieb irgendwann schließen zu müssen.

Wer ist der große Gewinner?

Mit diesen Eindrücken und um Klarheit darüber zu bekommen, ob sich die Paketdienste auf Kosten der Zusteller die Taschen voll machen, trifft Lukas Hermes-CEO Dennis Kollmann zum Interview. Er macht deutlich, warum die Logistik im Paketgeschäft herausfordernd ist und warum steigende Paketmengen nicht automatisch höhere Gewinne bedeuten.
Zum Schluss fragt sich Lukas: Wer macht denn nun den besten Deal mit dem Paketgeschäft, wer ist der große Gewinner? Die Antwort eines Logistik-Experten macht ihn nachdenklich.