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Das Literarische Quartett - Das Literarische Quartett am 4. September 2026
Das Literarische Quartett
Das Literarische Quartett am 4. September 2026
Die Bücher der Sendung
Rachel Cusk, Das Leben der M, Aus dem Englischen von Eva Bonné, Suhrkamp
M ist ein weltberühmter Filmstar, die seit Kindertagen vor der Kamera steht. Durch ihre Berühmtheit ist sie früh zu einem Gesicht der Öffentlichkeit geworden und hat alle Facetten von Ruhm und Reichtum erlebt. Die Erzählerin der Geschichte, eine Autorin, die M schon länger kennt, blickt hinter die Fassade der berühmten Persönlichkeit, analysiert ihr Verhalten und hinterfragt ihren Blick auf das Leben. M und die befreundete Schriftstellerin beschließen, ein literarisches Porträt des Filmstars zu verfassen. Der neue Roman der britischen Autorin Rachel Cusk dreht sich um die großen Fragen von Identität, Wahrheit und Inszenierung, Macht und Fremdbestimmung.
Alex Schulmann, Jetzt beginnt das Leben, Aus dem Schwedischen von Hanna Granz, dtv
Vidar ist Lehrer an einer Schule in Stockholm. Nachdem ein Schüler behauptet, es sei bei einem Streit zu einer tätlichen Handlung seitens des Lehrers gekommen und ihn bei der Polizei anzeigt, ist er vom Schuldienst suspendiert. Als er zu Hause zufällig eine alte Telefonnummer seiner Eltern findet, wählt Vidar aus einer Laune heraus die Nummer. Es meldet sich sein Vater, der längst tot ist. Bald versteht Vidar: Am anderen Ende der Leitung ist immer der 17. Juni 1986, ein Tag aus seiner Kindheit. Das Telefon wird zum Fernmelder in die Vergangenheit und zwingt Vidar, sich mit längst verdrängten Kindheitserinnerungen auseinanderzusetzen. Es beginnt ein Prozess, der die Sicht auf seine Vergangenheit und sein aktuelles Leben verändern wird. Alex Schulmans Roman wurde bei seinem Erscheinen 2025 in Schweden zu einem Bestseller.
Clemens J. Setz, Mein Leben als Noiseband. Erzählungen, Suhrkamp
Clemens J. Setz, der in diesem Jahr für sein Schaffen mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet wurde, legt mit seinem neuen Erzählband "Mein Leben als Noiseband" eine Sammlung in Länge und Form sehr verschiedener Erzählungen vor. Es sind vor allem die Schilderungen von gesellschaftlichen Sonderlingen und Außenseitern, von Menschen, die in ihrem Leben verstörende Erfahrungen verarbeiten müssen. Die Geschichten erzählen von Zärtlichkeit und Gewalt, Einsamkeit und Sehnsucht. In der Titelgeschichte ist es der Musiker Paul, dessen Leben sich ganz um seine Leidenschaft für "Noise"-Musik dreht. In seinen Tracks schreit er seine Verzweiflung heraus. Abseits der Bühne lebt er isoliert, bis er die gleichgesinnte Annika trifft. Die Geburt ihrer gemeinsamen Tochter verändert Pauls Leben komplett. Die Erzählung hinterfragt die Identität des Künstlers – und die Frage, warum sein Bandkollege Mark plötzlich spurlos verschwunden ist.
Heinz Strunk, Memories of Heidelberg, Rowohlt
Bertram, ein Verwaltungsangestellter knapp unter sechzig, und seine Ehefrau Isolde reisen aus dem norddeutschen Oldenburg nach Heidelberg. Eigentlich wollen sie den 80. Geburtstag von Isoldes Mutter feiern, doch diese landet im Krankenhaus und die Feier muss abgesagt werden. Da das edle Hotel, das Isolde ausgesucht hat, nicht mehr storniert werden kann, bleibt es beim Kurzurlaub in Heidelberg. Im Verlauf der Woche wird Bertram bewusst, wie sehr sich das Paar auseinandergelebt hat und wie jämmerlich ihm sein Leben erscheint. Der abendliche Gang auf das Restaurantschiff endet in einer Katastrophe. Und zu allem erklingt in Dauerschleife der Schlager "Memories of Heidelberg".
Bewerbung "Zuschauer-Quartett"
Auch in diesem Jahr veranstalten wir in Frankfurt während der Buchmesse ein "Zuschauer-Quartett" auf der ARD/ZDF-Lesebühne. Wenn Sie Lust haben, mit Thea Dorn zu diskutieren, dann bewerben Sie sich. Alle Infos finden Sie unter presseportal.zdf.de/zuschauerquartett
Die Gäste der Sendung
Jagoda Marinić, geboren 1977, studierte Germanistik, Politikwissenschaft und Anglistik an der Universität Heidelberg. Sie ist Schriftstellerin, Publizistin, Podcasterin ("Freiheit Deluxe"), Moderatorin und Kolumnistin für den "Stern". Als Kulturmanagerin baute sie das Interkulturelle Zentrum in Heidelberg auf, wo sie bis heute das feeLit – Internationales Literaturfestival kuratiert. Die vielfach ausgezeichnete Autorin schreibt Romane, Erzählungen , Essays und Theaterstücke.
Philipp Tingler, geboren 1970, ist Schriftsteller, Literaturkritiker und Philosoph. Er studierte Wirtschaftswissenschaften und Philosophie an der Hochschule St. Gallen, der London School of Economics sowie der Universität Zürich. Von 2020 bis 2026 gehörte er der Jury des Ingeborg Bachmann-Preises an. Für sein literarisches Werk wurde Tingler mehrfach ausgezeichnet.
Adam Soboczynski ist ein deutscher Journalist, Schriftsteller und Essayist. Geboren 1975 in Toruń, Polen, kam er im Alter von sechs Jahren nach Deutschland. Nach seinem Studium der Germanistik und Philosophie wurde er Redakteur der Wochenzeitung "Die Zeit". Er war dort mehrere Jahre Feuilletonchef und hat seit 2021 die Leitung des Ressorts Literatur inne. Adam Soboczynski ist auch als Autor von Essays und Büchern wie "Traumland: Der Westen, der Osten und ich“ (2023) bekannt.
Gastgeberin: Publizistin und Schriftstellerin Thea Dorn
"Das Literarische Quartett" wird im Rang-Foyer des Berliner Ensembles aufgezeichnet. Das nächste "Literarische Quartett" wird am 2. Oktober 2026 ausgestrahlt.
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Podcast "Das Literarische Quartett"
Thea Dorn und Gäste diskutieren alle zwei Monate darüber, welche Romane lesenswert und relevant sind. Der literarische Salon im ZDF für die Ohren.