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UNBUBBLE
Ist die Klimabewegung am Ende?
- 24.06.2026
Ist die Klimabewegung gescheitert? Carla Reemtsma, Tino Pfaff und Simon Dressler debattieren, was die Klimaproteste der letzten Jahre gebracht haben und ob politischer Wandel überhaupt möglich ist.
Vor einigen Jahren brachte Fridays for Future noch Millionen Menschen auf die Straße. Heute interessieren sich scheinbar weniger Menschen für Klimapolitik. Befindet sich die Klimabewegung in einer Krise oder formiert sie sich nur neu? In dieser Folge UNBUBBLE diskutieren Carla Reemtsma (Sprecherin von Fridays for Future), Tino Pfaff (ehemaliger Sprecher von Extinction Rebellion) und Simon David Dressler (Politik-Influencer) über die Wirksamkeit von Protesten und die politische Zukunft der Bewegung.
Massenprotest vs. Systemkritik
Für Simon David Dressler hat Fridays for Future versagt, da sich die Bewegung mit Forderungen an den Staat an den falschen Adressaten gewandt habe. Er fordert, dass Klimaschutz zwingend mit einer grundlegenden ökonomischen und systemischen Kritik verknüpft werden muss.
Carla Reemtsma widerspricht dieser Darstellung entschieden. Ohne die massenhaften Klimaproteste hätte es weder den Kohleausstieg noch das Pariser Klimaabkommen in der heutigen Form gegeben. Zwar reiche das politisch Erreichte nicht aus, um die Klimakrise einzudämmen, doch die Bewegung habe das Bewusstsein der Gesellschaft massiv verändert.
Ziviler Widerstand und neue Bündnisse
Tino Pfaff teilt die Kritik an rein fordernden Protestformen und plädiert dafür, dass die Bewegung konsequenter werden muss. Er sieht großes Potenzial in der Transformation von zivilem Ungehorsam zu zivilem Widerstand, etwa durch die gezielte Besetzung kritischer Infrastruktur. Zudem fordert er, die Umweltkämpfe stärker mit sozialen Arbeitskämpfen zu verbinden.
Schließlich sind sich alle einig: Die globale Klimakrise ist akuter denn je und erfordert neue, wirksame Strategien.