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Geisternetze – Gefahr vom Meeresgrund

In den Ozeanen bleiben jedes Jahr bis zu eine Million Tonnen Fischernetze zurück. Als Geisternetze töten sie unkontrolliert weiter: Jährlich sterben qualvoll Millionen Meerestiere.

28 min
28 min
06.06.2021
06.06.2021
UT
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 04.06.2026

Um Geisternetze zu bergen, führen Meeresschützer wie die "Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V." riskante Tauchaktionen durch. So auch in der Ostsee, wo jährlich bis zu 10.000 Netzteile landen.

Tödliche Fallen im Meer

Die abgerissenen Netze und Netzteile gehen bei Stürmen und Unfällen verloren oder bleiben an Wracks hängen. Allerdings steigt auch die Zahl der Geisternetze, die durch illegale Entsorgung im Meer landen. Ausgediente Utensilien oder Überbleibsel illegaler Fischereien gehen einfach über Bord – das Meer dient als billige Mülldeponie.

Bis sich ein Kunststoffnetz zersetzt hat, kann es 600 Jahre dauern. Solange bleiben sie für Meeresbewohner tödliche Fallen. Über 130.000 Delfine, Seehunde, Seelöwen, Wale und Millionen Fische, Vögel und Schildkröten verenden so jedes Jahr. Auch an den Stränden der Nordsee und der Nordseeinseln werden unzählige Netzreste angespült.

Der Lummenfelsen auf der Insel Helgoland ist ein wichtiges Vogelschutzgebiet. Über 10.000 Vogelpaare brüten hier: Dreizehenmöwen, Trottellummen und Basstölpel. Die Bestände haben sich in den vergangenen Jahren eigentlich erholt. Doch immer mehr brütende Vögel bauen ihre Nester aus den reißfesten Kunststoffresten, die sie am Strand finden. Ein tödliches Unterfangen. Vor allem für den Nachwuchs.

Gibt es eine Alternative zu den Kunststoffnetzen? Wie weit ist die Forschung? "planet e." fragt nach beim "SINTEF Research Institute" im norwegischen Trondheim. Die Forscher sind international führend und untersuchen zum Beispiel den Einsatz biologisch abbaubarer Materialien.

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Team

Ein Film von Werner Bertolan
Kamera: Sascha Kellersohn, Axel Dietrich
Schnitt: Tim Greiner
Redaktion: Martin Ordolff
Leitung der Sendung: Volker Angres

Tierhaltung und Fleischproduktion

Rohstoffe und Recycling

Themenschwerpunkt Corona

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