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Ungelöste Fälle der Archäologie - Verlorene Welten

Dokureihe mit Harald Lesch

Vom "deutschen Atlantis" Rungholt bis zur ältesten bekannten Stadt der Neuen Welt in Südamerika: Harald Lesch auf der Suche nach legendären Stätten und untergegangenen Reichen.

43 min
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14.02.2021
14.02.2021
UT
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Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 14.02.2031

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Die Landkarte der Geschichte hat noch weiße Flecken. So gibt das sagenumwobene Atlantis seit Jahrhunderten Rätsel auf, und das untergegangene Inselreich ist nur eine von unzähligen "verlorenen Welten", die Entdecker, Forscher und Archäologen in Atem halten. Seit der griechische Philosoph Platon Atlantis vor mehr als 2000 Jahren erstmals erwähnte, beschäftigten sich Wissenschaftler mit der Frage, ob es die Seemacht überhaupt je gab, die einst über große Teile Europas und Afrikas geherrscht haben soll.

Computeranimation der mythischen Stadt Atlantis mit ihrem zentralen Burgberg und den beiden charakteristischen ringförmigen Kanälen, die der griechische Philosoph Platon beschrieben hat.
Der legendäre Inselstaat Atlantis, dessen Untergang der griechische Philosoph Platon beschrieb, wurde zum Synonym für "Verlorene Welten". Bis heute sind sich Wissenschaftler und Forscher nicht einig darüber, ob das angeblich vor mehr als 10 000 Jahren untergegangene Reich ein reales historisches Vorbild hatte.
Quelle: ZDF/Jörg Courtial

Handelsmetropole im Wattenmeer

Real ist hingegen das "deutsche Atlantis": Im äußersten Norden Deutschlands suchen Archäologen mitten im Wattenmeer nach den Überresten der Handelsmetropole Rungholt, die, zusammen mit einem ganzen Landstrich, im 14. Jahrhundert bei einer verheerenden Sturmflut in den Fluten der Nordsee verschwand. Nur bei Ebbe können die Forscher das ehemalige Siedlungsgebiet vermessen und etwaige Funde bergen.

In einem schmalen steinernen Kanal fließt Wasser durch die Ruinen von Machu Picchu.

Seit ihrer Erbauung zugänglich und trotzdem für Jahrhunderte so gut wie vergessen war eine der spektakulärsten Stätten des Inkareiches: Machu Picchu, erbaut auf dem Gipfel des gleichnamigen Berges in 2430 Metern Höhe. Lange suchten Wissenschaftler eine Antwort auf die Frage, warum die Inka gerade dort eine Stadt errichteten. Ist die relative Unzugänglichkeit in luftiger Höhe der einzige Grund, oder gibt es vielleicht noch andere Erklärungsmöglichkeiten?

Landschaftsaufnahme von sehr hohen Bergen in Kappadokien, die mit unzähligen Höhleneingängen übersät sind.
Kappadokien ist berühmt für seine Höhlenarchitektur. Seit der Bronzezeit trieben Menschen hier Höhlen in den weichen Tuffstein. Bisher sind 40 unterirische Städte bekannt. Die größten boten Platz für mehr als 30 000 Menschen.
Quelle: ZDF/Tobias Oberberger

Artefakte von Außerirdischen?

In Kappadokien suchten die Bewohner nicht auf, sondern unter den Bergen Schutz vor ihren Feinden. Bereits seit vorgeschichtlicher Zeit trieben die Menschen hier Höhlen in den weichen Tuffstein. Besonders ab dem 4. Jahrhundert entstanden so riesige Höhlensysteme, in denen zwischen 3000 und 30.000 Menschen lebten. Über 100 Meter dringen die Schächte zum Teil in das Erdinnere vor. Archäologen vermuten, dass es mancherorts bis zu 19 Stockwerke tief nach unten geht. Wer genau sie wann angelegt hat, ist noch nicht vollständig erforscht.

Fragen wirft auch der Ursprung der sogenannten Baigong-Rohre in China auf. Der Öffentlichkeit erst seit 2002 bekannt, wird ihr Alter auf circa 150.000 Jahre geschätzt. Manche wollen in ihnen gar Artefakte von Außerirdischen sehen.

Luftbild der Ruine des Amphitheaters von Caral und weitere Bauten.
Pyramiden, Amphitheater, Tempel und ausgedehnte Wohnbezirke haben die Archäologen in Caral bereits freigelegt, aber es liegt noch viel Arbeit vor ihnen.
Quelle: ZDF/Lizeth Yarlequé

Pyramidenförmige Anlagen in Südamerika

Ebenso rätselhaft, aber sehr viel jünger ist die sogenannte Megalithkultur, die im frühen 5. Jahrtausend vor Christus begann, tonnenschwere Steinmonumente zu errichten. Ihr besonderes Markenzeichen sind Menhire, riesige Steine mit bis zu 150 Tonnen Gewicht. Etwas mehr als 1000 Jahre später entstand auf dem südamerikanischen Kontinent mit Caral die bisher älteste bekannte Stadt der Neuen Welt. Begrenzt durch sechs pyramidenförmige Anlagen, entwickelte sich die Stadt wahrscheinlich zu einem regen Handlungszentrum. Doch um 1600 vor Christus verließen die Bewohner ihre Stadt, die erst Anfang des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt wurde. 

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