DDR mobil – Hoch hinaus mit Interflug

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Not macht erfinderisch, sagt das Sprichwort. Das traf auf die DDR besonders zu. Die wollte unbedingt mit dem Westen mithalten, vor allem, wenn es um Mobilität ging.

Beitragslänge:
44 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 25.02.2018, 23:59
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2017

In der DDR herrschte ständig Mangel: Mangel an Rohstoffen, an Fachleuten und an Freiheit. Dennoch leistete sich dieses Land etwas Großes: eine weltumspannende Luftfahrtgesellschaft und sogar eine Flugzeugbau-Industrie. Letzteres nur bis zum Absturz eines Prototypen.

34 Jahre war "Interflug" die staatliche Fluggesellschaft der DDR. Die Airline stand für Fernweh, unerfüllte Träume und Privilegien. Sie brachte dem abgeschotteten Land einen Hauch von weiter Welt.

Berlin Schönefeld wird Heimatflughafen der DDR-Flugzeugflotte. Eine neue Landebahn und ein neuer Hangar entstehen. Noch vor dem Mauerbau fliegt die sowjetische Maschine, die IL-18, für die Interflug. Das Düsenflug-Zeitalter wird mit der TU-134 im Jahr 1968 eingeläutet, später folgt die IL-62 mit ihren weltweit einmaligen vier Triebwerken am Heck.

Wer bei der Interflug arbeitet, muss hundertprozentig zuverlässig sein. Die Piloten und Stewardessen repräsentieren die Deutsche Demokratische Republik. Man will sicher sein, dass niemand bei Flügen in das nichtsozialistische Ausland in den Westen flieht.

Zwei Jahre nach der Wende wird die Interflug 1992 von der Treuhand liquidiert.

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