Verschiedene Perspektiven
So erzählt die Dokumentation aus verschiedenen Perspektiven auch die Geschichte der Bundeswehr. Von der Zeit der deutschen Teilung über die Wiedervereinigung bis zur "Zeitenwende". Die neue Armee wurde – zehn Jahre nach Kriegsende – bewusst von NATO-Strukturen eingehegt und diente sowohl der Bündnis- als auch der Landesverteidigung. Der Auftrag lautete über Jahrzehnte "Abschreckung". Deren Rückgrat bildeten die Nuklearwaffen der USA, deren Nachrüstung sorgte in den 80er-Jahren für erheblich gesellschaftliche Spannungen in der Bundesrepublik.
Der Anfang
Nach der Wiedervereinigung integrierte die Bundeswehr Teile der NVA. Verkleinert und mit erweitertem Auftrag war die deutsche Armee künftig vor allem in Auslandseinsätzen gefordert. Der längste dauerte 20 Jahre lang. In Afghanistan erlebten viele deutsche Soldaten und Soldatinnen den militärischen Einsatz als Krieg mit Toten und Verwundeten. Der Einsatz erwies sich nach dem Abzug 2021 als Misserfolg. 2022 warf der Angriff Putin-Russlands auf die Ukraine auch die Frage einer möglichen neuen Bedrohung des NATO-Gebiets auf. Darauf war die Bundeswehr nach 30 Jahren des Sparens, des Abrüstens und als kleine Freiwilligenarmee denkbar schlecht vorbereitet.
Die Investitionen
In die Aufrüstung der Bundeswehr soll nun viel Geld fließen, um Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte wettzumachen. Doch wie? Die Debatte um die Wehrpflicht ist wieder entbrannt. Inwieweit sind junge Deutsche willens, die Freiheit und die Werte Europas auch als Soldaten zu verteidigen?
Neue Herausforderungen
So wirft die Doku auch einen Blick auf das wechselvolle, oft schwierige Verhältnis von Militär, Politik und Gesellschaft in der Bundesrepublik und spiegelt die Debatte, wie die Zukunft der Streitkräfte angesichts der Herausforderungen gestaltet werden soll.
Neue Akteure
Inzwischen hat US-Präsident Donald Trump wesentliche Schutz-Versprechen der USA relativiert – und die Bundeswehr des Jahres 2026 steht vor der Frage, ob auf den Beistand der Supermacht im Konfliktfall noch Verlass ist.
Experten ordnen ein
Historiker, Sicherheits- und Militärexpertinnen und –experten sowie ehemalige und noch aktive Angehörige der "Truppe" loten das historische Spannungsverhältnis von Anspruch und Wirklichkeit der Bundeswehr aus, schlagen auch anhand eigener persönlicher Erfahrungen den Bogen von der Gründerzeit bis in die Gegenwart.
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