37 Grad Leben - die Einzeldokus - Kann KI Spiritualität?
Zwischen Gebet und Meditation wird ein Chatbot für zwei junge Frauen zu einem sehr persönlichen Gegenüber. Mit KI suchen Alice und Maya Trost, Sinn und spirituelle Orientierung im Alltag.
Maya sucht Spiritualität nicht in festen religiösen Formen, sondern in einer sehr persönlichen Praxis aus Ruhe, Reflexion und bewussten Ritualen. In ihrer "Sein-Zeit" sitzt sie mit Kaffee in der einen und Handy in der anderen Hand da, lässt Gedanken schweifen, schreibt, reflektiert und nimmt sich bewusst Raum für das, was im Alltag oft untergeht. Die KI ist für sie kein bloßes Tool, sondern ein Gegenüber, mit dem sie Fragen weiterdreht, bis daraus etwas Klareres wird – ein Ort, an dem Gedanken weiterlaufen, sich sortieren und manchmal überhaupt erst greifbar werden. In einem buddhistischen Zentrum trifft diese sehr persönliche Form von Sinnsuche auf Meditation, Gemeinschaft und andere Vorstellungen davon, was spirituelle Tiefe bedeuten kann. Was passiert, wenn Mayas Praxis auf Menschen trifft, die ganz anders auf Spiritualität und KI schauen?
Zwischen Kerzenlicht, Kaffeetasse, Wald, Meditation und Chatverlauf entsteht so ein Bild davon, wie selbstverständlich KI heute in sehr persönliche Formen von Glauben, Trost und Sinnsuche hineinreichen kann. Aber was genau suchen Alice und Maya dort – und warum ausgerechnet in einem digitalen Gegenüber? Was kann so ein Gegenüber geben? Und was entsteht nur in echter Begegnung, in Stille oder im Austausch mit anderen?