Olympia in Paris: So wird die Eröffnungsfeier auf der Seine
Olympische Eröffnungsfeier:Paris verspricht ein Spektakel der Superlative
von Veit Blümlhuber, Paris
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100 Boote, 10.500 Athleten, mehr als 300.00 Zuschauer: Die Olympische Eröffnungsfeier auf und neben der Seine soll ein Spektakel werden. Vorfreude gibt's in Paris trotzdem kaum.
Keine Party im Stadion, sondern eine Show auf der Seine mit einer Armada von Booten und einer halben Million Zuschauer: Die Olympia-Eröffnungsfeier in Paris soll speziell werden.26.07.2023 | 1:56 min
Auf der Seine, an Land und Paris als Kulisse: Die Eröffnungsfeier für die Olympischen Spiele am Freitag verspricht außergewöhnlich zu werden. Zum ersten Mal findet sie nicht einem Stadion, sondern inmitten der Hauptstadt Frankreichs statt.
3.000 Euro für ein Ticket an der Seine
10.500 Athleten auf rund 100 Booten schippern ab 19:30 Uhr die Seine flussabwärts, von der Austerlitz-Brücke bis zum Fuße des Eiffelturms. Die sechs Kilometer lange Fahrt führt an Olympischen Spielstätten, wie dem Place de la Concorde oder dem Grand Palais vorbei. Erwartet werden über 300.000 Zuschauer, die das Spektakel vom Ufer und mehreren Brücken aus bestaunen können. Bis zu 3.000 Euro kosten die besten Plätze.
Neue Disziplinen als Inspiration
Der genaue Ablauf und die dargebotenen Choreografien sind allerdings geheim. Bekannt ist, dass die neuen Olympiadisziplin "Breaken" eine Inspirationsquelle ist und BMX- und Skateboardtricks Teil der Show sein werden. Dafür ist inmitten der Seine ein schwimmender Skatepark aufgebaut.
Ob die Eröffnungsfeier reibungslos ablaufen wird, ist nicht sicher. Am vergangenen Montag protestierten Tänzer, die an der Zeremonie teilnehmen sollen, mit erhobener Faust gegen die schlechten Arbeitsbedingungen und drohten mit Streik für den Tag der Eröffnungsfeier.
Das Arbeitsrecht muss auch während der Olympischen Spielen gelten und die Forderungen der Arbeiter und Arbeiterinnen müssen Gehör finden.
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Sophie Binet, Generalsekretärin der Gewerkschaft CGT
Die Verhandlungen mit dem Olympischen Komitee Paris 2024 dauern an.
Die Olympischen Spiele von Paris sollen das am stärksten gesicherte Großereignis weltweit werden: 45.000 Polizisten und Gendarmen sind im Einsatz, dazu kommen noch 15.000 Soldaten.25.07.2024 | 2:24 min
Absperrgitter prägen das Stadtbild
Auch wenn die Feier verspricht gigantisch zu werden, große Vorfreude darauf ist in Paris nicht zu spüren. Die vielen Absperrgitter entlang der Seine vergällen den Parisern den Alltag und Touristen den Sommerurlaub. Entspanntes Flanieren am Flussufer oder schnell mit dem Fahrrad über die Seine zur Arbeit? Fehlanzeige.
In die Sicherheitszone kommt man nur mit einem QR-Code, und den bekommt nicht jeder. Auch Touristenmagnete wie der Trocadero mit seinem fabelhaften Blick auf den Eiffelturm sind weiträumig abgesperrt. Ein asiatisches Brautpaar in schwarz-weiß irrt mit bedrückter Miene durch die Nebenstraßen gefolgt von ihrem Fotografen. Ob das perfekte Klischee-Bild noch gelingt?
Beachvolleyball am Eiffelturm, Break Dance auf dem berühmten Platz de la Concorde. Im Herzen der französischen Hauptstadt sollen die olympischen Spiele ausgetragen werden.24.07.2024 | 2:38 min
Gastronomie von Sperrzonen für Olympia beeinträchtigt
Romain Vidals Bistro Le Sully liegt am Rande der Sperrzone unweit der Seine im östlichen Paris. Auch seine Terrasse ist umgeben von Absperrgittern. Gegenüber des Eingangs kontrollieren zwei Polizisten die QR-Codes der Passanten. "Ich habe hier noch Glück, die Polizisten sind nett und lassen die Gäste, die keinen Code haben, zu mir durch, aber auch nur weil sie sie im Blick haben. Kollegen geht es da ganz anders", so der Generalsekretär der Gastronomiegewerkschaft GNI. Einige Gastbetriebe in den Sperrzonen sind geschlossen, es fehlt die Kundschaft.
Auch Romain Vidals Bistro liegt am Rande einer Sperrzone, welche für die Olympischen Spiele eingerichtet wurde.
Quelle: ZDF
Viele Pariser haben ihren Sommerurlaub vorgezogen, arbeiten vom Landsitz oder Strand aus. Es fehlen auch die Touristen, so Vidal. Umsatzeinbußen von bis zu 50% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seien die Folge und das gelte auch für Gastwirte die nicht in der Sperrzone sind. Vielleicht kommen die ersehnten Touristen ja doch noch rechtzeitig zum Olympiastart, um die Show der "Grande Nation" zu bestaunen.
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