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Angstthema Krieg: Würdest du für Deutschland kämpfen?

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Kampf oder Flucht – was würden wir im Kriegsfall tun? Leon Windscheid fragt, warum wir unterschiedlich auf existenzielle Bedrohungen wie Krieg reagieren und was unsere Entscheidungen beeinflusst.

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Kampf oder Flucht – was würden wir im Kriegsfall tun? Leon Windscheid fragt, warum wir unterschiedlich auf existenzielle Bedrohungen wie Krieg reagieren und was unsere Entscheidungen beeinflusst.

Im Kriegsfall: Würdest du kämpfen?
Die Angst vor einem Krieg in Europa zählt laut aktuellen Studien zu den größten Sorgen junger Menschen. Seit Russland die Ukraine angegriffen hat, wirkt eine militärische Bedrohung für viele weniger abstrakt. Was bedeutet das für Deutschland? Und wären junge Menschen bereit, ihr Land im Ernstfall zu verteidigen? Psychologe Leon Windscheid geht der Frage nach: Würdest du kämpfen?

Warum kämpfen Menschen für ihr Land?

Leon begleitet den 22-jährigen Connor bei seiner Grundausbildung in der Bundeswehr. Der junge Soldat hat eine klare Haltung: Sollte Deutschland angegriffen werden, würde er seine Heimat notfalls mit der Waffe verteidigen. Für ihn geht es dabei vor allem um die Sicherheit der Menschen und den Schutz Europas. Bei einer fordernden Abschlussübung erlebt Leon, was diese Entscheidung praktisch bedeutet.
Doch Connor ist eher die Ausnahme. Warum sind manche bereit zu kämpfen, während andere sich zurückziehen? Und was geschieht, wenn eine abstrakte Gefahr zur realen Bedrohung wird? Sozialpsychologin Prof. Eva Jonas erklärt, welche Reaktionen existenzielle Bedrohungen in uns auslösen.

Wie hat die Zeitenwende Deutschland verändert?

Ganze Generationen sind mit Frieden in Europa aufgewachsen. Doch was, wenn Krieg plötzlich Realität wird? Soziologe Dr. Timo Graf ordnet ein, wie sich das Verhältnis der Deutschen zu Krieg und Bundeswehr verändert hat – von der Friedensbewegung bis zur „Zeitenwende“.

Wehrpflicht: Wer würde Deutschland verteidigen?

Hinter der Frage „Würdest du kämpfen?“ steckt auch die Frage, wer wir als Gesellschaft sein wollen. In einem Sozialexperiment begegnet Leon Menschen mit gegensätzlichen Positionen: Befürwortern und Gegnern der Wehrpflicht, Reservisten, Menschen mit Kriegserfahrung und Ula Wagner, die ihre Tochter Savita im Krieg verlor.

Wer war Savita Wagner?

Savita Wagner war als deutsche Freiwillige für die ukrainische Armee im Einsatz. Anders als ihre Familie glaubte, arbeitete die 36-Jährige nicht fern der Front, sondern als Frontsanitäterin. Am 31. Januar 2024 wurde sie bei der Rettung zweier Soldaten von einem russischen Granatsplitter tödlich verletzt. Ihre Mutter Ula hielt die Todesnachricht zunächst für ein Missverständnis.
Im Mai 2022 schrieb Savita in ihr Tagebuch: „Warum sitzen alle in Europa auf ihren Hintern, schauen die Nachrichten und beschweren sich, aber niemand fühlt sich motiviert, etwas dagegen zu tun?“ Ula Wagner veröffentlichte das Kriegstagebuch ihrer Tochter. Es zeigt, wofür Savita kämpfte: für Europa und die Demokratie.

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