Gehackt, geknackt, geklaut - Die geheimen Tricks der Automafia
Gehackt, geknackt, geklaut - Die geheimen Tricks der Automafia
Fenster einschlagen, Auto knacken – das war einmal. Moderne Diebe hacken die elektronischen Sicherheitssysteme ohne Spuren zu hinterlassen. Die Fahrzeuge verschwinden häufig in Osteuropa.
Allein in Deutschland wurden 2024 über 16 000 Autos gestohlen. In Frankreich waren es fast neun Mal mehr – so viele wie in keinem anderen europäischen Land. In den letzten Jahren hat sich Polen zu einer Drehscheibe für den Handel mit gestohlenen Autos entwickelt. Von Polen aus werden die Fahrzeuge weiter nach Osten in Richtung Kasachstan und Ukraine transportiert. Zuvor werden neue Papiere beschafft. Durch Komplizen, die bei Autoherstellern und Behörden arbeiteten, hätten die Netzwerke Zugang zu leeren Zulassungsdokumenten, die nur ausgefüllt werden müssten, erklären die Diebe.
Spezialeinheiten der Polizei in ganz Europa sind den Tätern auf der Spur und konnten bereits mehrere internationale Autodiebstahlringe zerschlagen. In Frankreich werden 60 Prozent der gestohlenen Fahrzeuge wiedergefunden. In Deutschland waren es 2023 immerhin fast 70 Prozent. Die Methoden der Autoknacker werden zunehmend ausgefeilter.